BRNS - Sugar High

Einen an der Kirsche

BRNS: "Sugar High" (Yotanka/Broken Silence)

BRNS: “Sugar High” (Yotanka/Broken Silence)

Was das Debüt Patine bereits andeutete, wird auf seinem Nachfolger Sugar High (Yotanka Productions/Broken Silence) zur Gewissheit. Mit dem GRPS der BRNS ist gut Tollkirschen essen. Und noch besser deren Kerne verdauen. Denn was zunächst harmlos dünkt, entpuppt sich prompt als ein Angebot, das Eingängigkeit unordentlich verkantet, Schwindelanfälle und wohlig bedröhnte Übelkeit gleichermaßen gestattet. Sugar High, eben.

Eins muss man dem belgischen Vierer lassen: So beherzt, wie sie Schindluder mit ihren im Ansatz überschaubaren Songfundamenten treiben, fällt es erstaunlich leicht, auf ihren immer wieder umgeleiteten Zug ins Ungewisse zu springen. Und doch läuft man Gefahr, sich dabei die ein oder andere Schürfwunde einzufangen. Denn BRNS fordern ein gehöriges Maß an Hirnschmalz, derweil sie diesen an jeder frech überfahrenen Haltestelle torpedieren und somit kontinuierlich belämmern.

So etwas schimpft sich dann gerne „vielschichtig-komplex“, doch mag auch schlicht eine kalkulierte Dreistigkeit unterstellt werden, deren Vorzüge erst a posteriori – bei besagter Verdauung – die Schuppen aus der Mastdarmbehaarung rieseln lässt. Wie bereits der Duktus dieser Kaufempfehlung nahelegt, sind BRNS vor allem – gewitzt. Doch ihre Pointen, sie nutzen sich einfach nicht ab. Stranger than fiction.

Encounter:
youtube.com/watch?v=evLcXhe3cp8

BRNS.be
facebook.com/BRNSmusic

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