Camerata Mediolanense - Le Vergini Folli

Neue Sachlichkeit

Camerata Mediolanense: "Le Vergini Folli" (Prophecy Productions/Soulfood)

Camerata Mediolanense: “Le Vergini Folli” (Prophecy Productions/Soulfood)

Den „Pomp & Circumstance“ italischer Natur fahren Camerata Mediolanense, auch auf ihrem neuen Album, Le Vergini Folli (Prophecy Productions/Soulfood), weiter zurück. Und setzen auf feminine Vokalkunst, die eine Ahnung von unvergänglicher Nostalgie zulässt. Zwischen Liebeskummer, Weltekel, Weisheit und Täuschung.

Zugegeben: Die früheren Veröffentlichungen des intellektuell durchaus streitbaren Ensembles aus Mailand – allen voran Campo Di Marte (1996) – statteten sich selbst mit einem Willen zur Macht aus, der Le Vergini Folli weitestgehend abgeht. Schon das brillante Vertute, Honor, Belleza (mit dem sämtliche Vorbehalte pulverisierenden Artwork) von 2013 deutete diese Tendenz zur Innerlichkeit an. Mit dem neuen Album lösen sie das Versprechen auf Einblicke in nur scheinbar vergangenen Subjektiven ein.

Dabei ist Schönheit – im konventionellen und unkonventionellem Sinne – nach wie vor programmatischer Ansatz. Von patinierten Instrumenten umgarnt, stilisieren Chiara Rolando, Carmen D’Onofrio, Desiree Còrapi und Elena Previdi Sangeskunst ziemlich genau dort, wo das gesprochene Wort nicht mehr hinreicht, um das Wesentliche zu erfassen. Die Zeit der Folklore ist passé. Passierte Tomaten.

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