John Maus - Screening Memories

Postal (nach Uwe Boll)

John Maus: "Screen Memories" (Domino/GoodToGo)

John Maus: “Screen Memories” (Domino/GoodToGo)

Der allseits beliebte Herr beliebt zu scherzen: Wenn sein Album Screening Memories (ab Freitag, Domino/GoodToGo) nicht „das Beste“ aus all den Jahren mit A Flock Of Seagulls und Charles de Gaulle in die namentlich noch nicht benannte Tonne kloppen würde, bräuchte einem das Lachen nicht schon im Halse verebben.

Was der Herr Maus – in der Welthauptstadt des musikalischen Geschehens (Austin, Texas) – auf seiner Funny Farm ausgeheckt hat, ist eine erstaunlich ungekünstelte Lesart von mal so eben fünfzig Jahren Musikgeschichte. Ralf und Florian würden heute vermutlich ähnlich klingen. Heuer sind es halt John Maus, Matt Fishback und Ariel Pink die uns glauben machen wollen, die Erde drehe sich anders, als wir immer dachten, dass sie sich dreht. Sofern es sich nicht doch um eine Scheibe handelt.

Das Wagnis, REM nach Joy Division klingen zu lassen, erweist sich als Schachzug, in dessen Verlauf der König ins Grübeln gerät. Das absolut offen ausgespielte Retro, es ergeht sich nicht im Post. Sondern in einer Paraphrasierung, vielleicht, eines netten Postboten, auf dessen Anblick man sich mehr freut, als auf das, was er dieser Tage einem so in den Briefkasten steckt. Schwer schick.

johnma.us
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