Gary Numan / Vessels

Grandezza zu Köln

Gary Numan in der Kölner Essigfabrik (Bianca Heukeroth)

Gary Numan in der Kölner Essigfabrik (Bianca Heuckeroth)

Man darf sich reich beschenkt fühlen, an einem Ort ansässig zu sein, wo allabendlich (musikalisch fundierte) Großereignisse nur darauf warten, auch angenommen zu werden. So wie in Köln, wo jüngst Gary Numan sowie Vessels ihre Aufwartung machten – und nachhaltig beeindruckten.

Da passt es ins Bild, dass der große kleine unvergleichliche Brite Gary Numan auf seiner aktuellen Tour – neben Köln – nur Berlin hat buchen lassen. Wie es im Columbia Theater der Hauptstadt zugegangen ist, mag das dortige Publikum beurteilen. Zumindest in der Kölner Essigfabrik erwies sich Gary Numan auf der Bühne als das jüngste Bestandteil des gesamten Saals.

Extrem agil, stimmlich auf einem scheinbar kaum enden wollenden Zenit (und zugegebenermaßen von einer vollkommen versierten Band sowie einem nicht minder amtlichen Sound unterstützt), verdichtete er sämtliche Schaffensphasen auf den Moment. Ob er sich nun seinen Klassikern oder dem Material seines aktuellen Albums Savage(Songs From A Broken World) annahm – es gab nicht einen Augenblick des Konzerts, dem man ein hohes Maß an Brillanz absprechen wollte.

Vessels im Kölner ARTheater (Stephan Wolf)

Vessels im Kölner ARTheater (Stephan Wolf)

Von einem vergleichbar hohen Niveau lässt sich auch in Bezug auf den Gig seiner Landsleute Vessels im ARTheater künden. Ihre Art, Postrock mit EDM zu verquicken und dabei – Struktur um Struktur – Erwartungshaltungen in die Lehre gehen zu lassen, ist ohne Beispiel. Auf Platte (aktuell The Great Distraction) sehr schlau, live schlicht umwerfend. Weil energetisch as fuck – und musikalische Scheuklappen bravourös pulverisierend.

Bleibt nur die Frage: Wohin gehen wir als nächstes? Antwort: Kommt mit!

garynuman.com
vesselsband.com

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