Toothgrinder - Phantom Amour

Paradigmatische Ambivalenz

Toothgrinder: "Phantom Amour" (Spinefarm/Universal)

Toothgrinder: “Phantom Amour” (Spinefarm/Universal)

Es war wohl keine direkte Absicht. Nein, die wollen wir ausnahmsweise mal nicht unterstellen. Aber Toothgrinder klingen auf Phantom Amour (Spinefarm/Universal) so, als habe man Dregd mit einem Haufen Metalcore-Bands sowie ein paar Stonern in einen Sack gesteckt – und dann, aber mal so richtig, heftig draufgekloppt. Da gibt es im Ergebnis nichts zum Meckern. Nur was zum Staunen.

Und da sage noch einer, es habe schon alles gegeben. Toothgrinder servieren ihr Subgenre zermalmendes Gegenargument mit einer Souveränität, die zunächst erstaunt, dann begeistert. Härte und Leichtigkeit, Aggression und Harmonie: „It’s the best of both worlds“, befindet Drummer Wills Weller, doch da stapelt er tief. So Toothgrinder doch nahezu sämtliche Welten tangieren, mit denen Metal im weitesten Sinne assoziiert wird.

Dabei lassen die Jungs aus New Jersey keinerlei Zerrissenheit zu. Die bizarre Passform füllen sie mit einem derart geschmeidigen Amalgam an, da bleibt kein Innovatorenauge trocken. Selbst die ab und an auftauchende, vermeintliche Cheesiness (Adenium) überführen sie in paradigmatisch nur unzureichend abgesicherte Gefilde. Und die derart evozierten Emotionen? Sie kommen klar, kalt und herzerwärmend ambivalent. Konträre Kontradiktionen? Immer nur her damit!

HVY:
youtube.com/watch?v=lcLjOhWf1oQ

facebook.com/toothgrinder.usa

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