N-Qia - Fantasica

Lieber stolpern statt wabern pur

N-Qia: "fantasica" (Noble)

N-Qia: “fantasica” (Noble)

Auf ihrem dritten gemeinsamen Album als N-Qia erweitern Klangschmied Serph und Sängerin Nozomi (zu Deutsch Wunsch) den anfänglich – auf den Alben Kaleidoscope und Fringe Popcical – eher vage gewählten Tonus: Um strebsam bis geradezu durchgängig vollzogene Song-Architekturen. Die als eingängig durchgehen könnten, würde das Geschehen auf fantasica (Noble) nicht in schöner Regelmäßigkeit doch wieder ins reizvoll nervös verhuschte Stolpern geraten.

Dennoch dominiert erstmals in der Geschichte der Kollaboration ein offensiver Hang zur partiellen Verschleierung jener Ingredienzen, die den okzidentalen Hörgewohnheiten als „typisch japanisch“ aufstoßen. Zwar arbeitet dem die nach wie vor ruchlos gepitchte Seidenkätzchen-Stimme Nozomis nach Kräften zu, doch erweisen sich nicht zuletzt ihre nunmehr angegangenen Melodielinien als tauglich, um mit N-Qia einen Platz auf dem 4AD-Roster zu ergattern – wenn auch vor rund dreißig Jahren.

Somit geht fantasica zwar durchaus als ätherischer Dreampop durch, bewahrt sich indes seine einschlägigen Idiosynkrasien, die atmosphärisch weiterhin eher dem Ghibli-Anime (Prinzessin Mononoke) zuzuschlagen sind als dem nebulös wabernd aufbereiteten Morgengrauen europäischer Provenienz.

soundcloud.com/n-qia
noble-label.net/release/
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