The Knife „Shaking The Habitual“ – Weg vom Establishment und zweimal hinhören

Das schwedische Duo war ja noch nie Mainstream, aber mit seinem neuen Album setzt es dieser Andersartigkeit die Krone auf. Die Fans sind schockiert, begeistert, verwirrt. Keiner weiß so recht etwas mit The Knifes viertem Studioalbum anzufangen. Wieso? Weil es anders ist. Ungewöhnlich. Irgendwie schräg. Individuell. Muss man das mögen? Nein. Kann man das mögen? Klar, unter bestimmten Voraussetzungen.

Schon die pink-türkise Aufmachung der CD geht an die Grenzen des als angenehm Wahrnehmbaren.

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Legt man die CD dann in den Player, zieht sich dieses Fragezeichen fort. „Was ist das?“, denkt man beim ersten Hören. Irgendwo zwischen Elektro-Bauchtanzmusik („Without You My Life Would Be Boring“) und Björk unter Drogeneinfluss.

Nach sieben Jahren Schaffenspause – die Geschwister Karin Dreijer Andersson und Olof Dreijer hatten durchaus ihre Soloprojekte – hat sich The Knife verändert. Die bodenständige Basis aller noch so sphärisch klingenden Songs ist irgendwie auf der Strecke geblieben. Wir erinnern uns: Größere Bekanntheit erlangten The Knife, als eine Coverversion ihres 2003er Songs „Heartbeats“ von Sony für eine Werbung verwendet wurde.

Obwohl das Duo nicht viel von Werbung hielt und auch sonst eher öffentlichkeitsscheu in Masken auftritt, hatte ihnen der Ausflug in die Welt des Kapitalismus nicht geschadet: Die Gruppe wurde bekannter und mit dem Geld aus dem Deal gründete sie ihr eigenes Label. Es folgte das eingängige Album „Silent Shout“.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

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