Max Mutzke „Live“ – Alles anders, aber garantiert nicht schlechter

Live-Platten sind ja immer etwas Besonderes. Wenn sich dann aber noch ein Vollblutsänger und drei Profimusiker darauf versammeln, wird eine runde Sache draus. Raab-Entdeckung Max Mutzke und das Trio monoPunk fabrizieren gemeinsam einen wundervollen Soul-Sound und arrangieren Songs des Sängers und Coverversionen auf neue Art und Weise. Ergebnis: Wer Max Mutzke mag, wird die Scheibe lieben; wer ihn nicht mag, könnte dem Album trotzdem etwas abgewinnen.

Die Aufnahmen stammen allesamt von Max Mutzkes Tournee im Dezember 2012.

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Max Mutzke mischt "Live" die Notenblätter neu / Foto: Sony Music

Max Mutzke mischt “Live” die Notenblätter neu / Foto: Sony Music

Unterstützt wurde der 31-Jährige dabei von der Band monoPunk – Danny Samar am Bass, Tobias Held am Schlagzeug und Maik Schott mit den Keyboards. Durch diese fruchtbare Kollaboration ist aus Altbekanntem etwas ganz Neues entstanden. Die Soul-Stimme des Sängers aus dem südbadischen Krenkingen und die jazzlastigen Variationen von monoPunk, gespickt mit Einflüssen aus Soul, Funk und Reggae, entlocken dem Live-Publikum entzückte Laute.

Natürlich dürfen auf dem Album Max Mutzkes größte Songs nicht fehlen. Die Ballade „Can’t Wait Until Tonight“, mit der der Sänger berühmt wurde – Platz 8 beim Eurovision Song Contest 2004 und Poleposition in den deutschen Charts –, bekommt einen frischen funkig-jazzigen Anstrich und hat daher kaum noch etwas mit dem von Stefan Raab geschriebenen Original zu tun. Auch der zweite große Hit „Schwarz Auf Weiß“ hat sich für die Live-Aufnahmen besonders in Schale geworfen und orientiert sich weg vom souligen Original hin zum Funk, sogar mit Reggae-Tendenzen. Muss man sich dran gewöhnen. Aber anders heißt ja nicht immer schlechter – oder besser –, nur eben anders; der Rest ist Geschmackssache.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

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