Kim Wilde - Here Come The Aliens

Ursachenforschung

Kim Wilde: "Here Come The Aliens" (Earmusic/Edel)

Kim Wilde: “Here Come The Aliens” (Earmusic/Edel)

Morgen wird es die breite Öffentlichkeit gewahr: Kim Wilde konnte nichts dafür. Sondern Außerirdische, E.T. 1969 im S/W-TV. Oder so ähnlich. Und doch bleibt die Gute schier unglaublich. So auch ihr neues Album Here Come The Aliens (Earmusic/Edel), das so ungefähr alle Zutaten enthält, die mittlerweile älter, aber nicht alt gewordene Säcke und Säckinnnen einst zum ersten Zungenkuss verführten. Mit Außerirdischen, versteht sich.

Ach, ist das schön! So liebevoll in Angriff genommen. Und so authentisch vollendet den Frieden mit den guten ollen Zeiten schließend. Proppenvoll mit Anspielungen – vom Artwork über die Texte bis zur Produktion. Und dabei so dermaßen „catcy“ – wie es sich gehört. Kim Wilde stellt sich nicht einfach in ihren berühmten Garten und lässt dort mal ein Bild von sich schießen, um anschließend ein paar belanglos nette Liedchen einzusingen, – um ein Comeback anzustrengen, das weder sie noch die Welt braucht.

Nein, sie zieht sämtliche Register, von Iron Butterfly (zumindest beim Artwork) über Laura Branigan und The Buggles (Hans Zimmer) bis a-ha, – als ob sie auf besagtem Heim-Terroir gewisse Pilze nicht nur züchten würde. Aber nicht doch: Schieben wir den Urgrund des musikalischen Ereignisses einfach den Aliens in ihre fragwürdigen Latschen!

Dass Kim Wilde zudem auf ihrer für den Herbst anberaumten – und immens dimensionierten – Tour Orte wie unter anderem so unwirkliche wie Shrewsbury oder Lelystad aufsuchen wird, dürfte nur ein weiteres Indiz für die vorgeblich fremd-gesteuerte (oder zumindest fremd-injizierte) Nonchalance einer einzigartigen Künstlerpersönlichkeit abgeben. Gut gegen Kindergrippe in fortgeschrittener Jugend.

kimwilde.com
facebook.com/officialkimwilde

 

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