The Third Eye Foundation - Wake The Dead

Langsam. Aber sicher.

The Third Eye Foundation: "Wake The Dead" (Ici d'Ailleurs/Cargo)

The Third Eye Foundation: “Wake The Dead” (Ici d’Ailleurs/Cargo)

Acht Jahre nach The Dark kehrt Matt Elliott völlig überraschend zu jenem Bristol-Signatur-Sound zurück, der ihn einst in die Triphop-Enge trieb. Dabei – und das überrascht dann schon wieder weniger – geriert er sich mit Wake The Dead (Ici d’Ailleurs/Cargo) unbeirrt verdrossen und abgründig. Dabei stoisch, ja geradezu wie paralysiert, denn erholsame Ausflüchte gewährt dieser Batzen aus deformiertem Dubstep auf seinem Weg zur ultimativen Totenwache prinzipiell keine.

Diese rigorose Konsequenz fundiert das Einverständnis mit einem Album, das nicht zuletzt als pauschalisierter Kommentar zur Lage des Menschengeschlechts uneingeschränkte Gültigkeit beansprucht. Legt es der knapp vierzehnminütige Titeltrack noch darauf an, Köder auszulegen, verzichtet Matt Elliott im weiteren Verlauf zusehends auf den Einsatz von Genussmitteln, die den Chören, den Melodiefetzen oder den ersterbenden Beats ihre Tristesse nehmen könnten.

Auch das sporadisch auf sich aufmerksam machende Cello weiß da weder ein noch aus, ergänzt die Szenerie allenfalls mit Trauernoten. So wird ein anfänglich noch Befriedung verheißender Track wie The Blasted Tower zum zynischen Blender. Endlich durchschaut, kann dieser monolithischen Sensorik nur Genuss ohne Reue im Wege stehen. Auch sie wird weichen. Immer langsam. Aber sicher.

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