Siri Svegler – Lost and Found: Ein hörenswertes Paradoxon aus fröhlicher Musik und traurigen Texten

Mit „Lost & Found“ liefert die Singer-Songwriterin Siri Svegler ihr zweites Album ab. Den meisten könnte die schöne Wahl-Berlinerin aus Wolfgang Petersens Filmepos „Troja“ bekannt sein, in dem sie die Polydora spielte. Bereits mit ihrem Debütalbum „Silent Viewer“ 2009 zeigte die schöne Schwedin, dass man in der Musikszene mit ihr rechnen kann. Das Zweitlingswerk „Lost & Found“ ist nun endgültig der Beweis dafür, dass sie keine Eintagsfliege ist. Ihr neues musikalisches Fundbüro bewegt sich dabei zwischen Melancholie und Poppigkeit.

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Siri Sveglers Zweitlingswerk "Lost & Found" besticht durch Widersprüche

Siri Sveglers Zweitlingswerk “Lost & Found” besticht durch Widersprüche

Die in Göteborg geborene Musikerin trat in Nachtclubs auf, bevor sie die Rolle in „Troja“ ergattern konnte. Seit ihrem Umzug nach Berlin vor sechs Jahren hat ihre Karriere sichtlich an Fahrt aufgenommen. Für ihr Debütalbum erhielt sie den Förderpreis der VW Sound Foundation als beste Nachwuchskünstlerin, sie begeisterte das Publikum bei ihren Auftritten auf der Berlinale, beim Deutschen Filmpreis oder auf der CeBit, ihre Songs begleiten Produktionen wie die US-Serie „Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits“ oder den deutschen Film „Die Relativitätstheorie der Liebe“ mit Olli Dittrich und Katja Riemann in Fünffachbesetzung.

Nun ist also die zweite CD „Lost & Found“ des schwedischen Geheimtipps erschienen, mit dessen Mischung aus Pop und Folk, untermalt mit Jazz- und Countryelementen, uns Siri Svegler auf die Reise nimmt. „Bei jeder Reise müssen wir uns verabschieden. Dafür entdecken wir neue und aufregende Dinge, und manches sehen wir bei unserer Heimkehr in anderem Licht“, erklärt sie den Schaffensprozess des Albums.

Dass Siri Svegler aus einem dunklen Ort kam, als sie mit der Arbeit zu „Lost & Found“ begann, lässt sich vor allem anhand ihrer Texte erfühlen. So heißt es zum Beispiel in der gleichnamigen ersten Singleauskopplung: „What may look like love might just as well be foggy phantoms.“ Keine sehr erheiternden Aussichten. Die Veränderung, die sie während der Produktion des Albums durchmachte, spiegelt sich im Track „Transit Station“ wider, über den sie selbst sagt: „Der Titel bezeichnet einen Übergang, wie ich mich verändert habe; emotional, spirituell, künstlerisch.“

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

3 Antworten auf Siri Svegler – Lost and Found: Ein hörenswertes Paradoxon aus fröhlicher Musik und traurigen Texten

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