Schiller – Opus: Schiller goes Classical

„Opus“ – das verrät schon: Da hat jemand was ganz Großes vor! Mit seinem neuen Album hat sich Christopher von Deylen alias Schiller an bekannten Werken der klassischen Musik zu schaffen gemacht. Was zunächst gewöhnungsbedürftig klingt, ist tatsächlich gar nicht so paradox: Schillers melodienbetone Elektromusik fügt sich nahtlos in die vertrauten Klänge der Klassik ein. Unterstützung hat sich der Wahl-Berliner bei seinem neuen Projekt zum Beispiel vom Berliner Philharmoniker Albrecht Mayer, Hélène Grimaud und Anna Netrebko geholt. So ist „Opus“ eine nuancenreiche Erlebnisreise durch die Melodien geworden und verbindet Klassik und Moderne über die Jahrhunderte hinweg.

Administriere bereits ab €0,- Deine Tanzschule!

"Opus" von Schiller erscheint am 30. August 2013

“Opus” von Schiller erscheint am 30. August 2013

Mit seinen bisherigen Veröffentlichungen hat Schiller stets die Charts angeführt, zahlreiche Musikpreise gewonnen und sich eine Fanbase erarbeitet, die über die ganze Welt verteilt ist. Christopher von Deylen präsentiert sich als musikalischer Grenzgänger und sein neuestes Werk „Opus“ macht da keine Ausnahme. Obwohl die Verbindung von klassischer und moderner Musik für Schiller seit seinem Hit „Ein schöner Tag“, der von Giacomo Puccinis „Un Bel Di Vedremo“ inspiriert wurde, nicht ganz neu ist, wagt er sich mit dem Langspieler „Opus“ dennoch auf unerschlossenes Terrain.

Elektronische Sounds und Klassik – das könnte auch gewaltig in die Hose gehen. Wie gut, dass Schiller die Werke klassischer Musik, die er sich als Inspiration für „Opus“ ausgesucht hat, nicht erdrücken oder verfremden will, sondern angebrachte Ehrfurcht vor den Melodien vergangener Jahrhunderte zeigt. Heraus gekommen ist ein ausbalanciertes Novum spannender Kompositionen und feinfühliger Arrangements.

Schiller und die Pianistin Hélène Grimaud, die für "Opus" zwei Stücke einspielte / Foto: Eric Schneider/DG

Schiller und die Pianistin Hélène Grimaud, die für “Opus” zwei Stücke einspielte / Foto: Eric Schneider/DG

Wie sehr Schiller die Melodien der Originale und die Genialität ihrer geistigen Väter schätzt, zeigt beispielhaft sein Arrangement von Erik Saties „Gymnopédie No. 1“. Elektronische Klänge begleiten sanft und hintergründig die emotionale Klavier-Melodie, die die weltbekannte Pianistin Hélène Grimaud für „Opus“ eingespielt hat. Jeder hervorstechende Ton hätte diese fragile und in sich geschlossene Komposition unter seiner Last erdrücken können. Demgegenüber nimmt sich die Französin im Schiller-Arrangement von Sergei Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ zugunsten der ruhig-liebevollen elektronischen Inszenierung zurück.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

2 Antworten auf Schiller – Opus: Schiller goes Classical

  1. Pingback: Schiller am 12. und 14. November in Berlin – amusio.com

  2. Pingback: Schillers neue CD “Opus” revisited – amusio.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>