Mein erstes Mal – mit Santana zum Jazz

Musik ist unsere ständiger Begleiter, der Soundtrack unseres Lebens kennt viele Schattierungen. Wie bei allem , was uns passiert und geschieht, gibt es auch in der Musik ein erstes Mal – nicht nur ein erstes Mal, sondern viele erste Male. Jeder hat noch die Hits im Kopf, die bei der ersten Liebe angesagt waren, oder die Songs, die später über den ersten Liebeskummer hinweg halfen. Es gibt Platten, die uns in völlig neue musikalische Welten katapultieren oder Musiker, deren Songs uns berühren wie noch nie zuvor. Darüber schreiben wir in „Das erste Mal“.

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Initialzündung in Sachen Jazz Quelle: Columbia

Initialzündung in Sachen Jazz  (Quelle: Columbia)

Die Doppeldeutigkeit ist Programm, schließlich spielt Musik in der Liebe und in der Erotik eine große Rolle.

Nicht umsonst sprechen die Amis von „Baby making music“, nicht von ungefähr schauen sich viele Pärchen verklärt in die Augen, wenn „unser Song“ im Radio läuft. Heute starte ich aber ganz züchtig .

Im Alter von 15 Jahren interessierte ich mich natürlich für das andere Geschlecht, musikalisch geschah 1981 aber etwas, was meine Leidenschaft für Musik entscheidend prägte: Ich entdeckte den Jazz.

Über Santana zum Jazz

Unter Jazz liefen für mich bis dahin nur die Mr. Acker Bilk-Platten mit Dixieland meines Vater – damals völlig pfui bäh und heute immer noch nicht mein Fall. Ich orientierte mich als Teenie an dem, was im Radio lief und an den Platten, die meine Brüder hörten. Da sie deutlich älter sind als ich, waren das Rock, Blues, Prog- und Artrock. Genesis, Supertramp, Emerson, Lake and Palmer, Led Zeppelin, Beatles, The Bluesband, Yes, Mike Oldfield und Santana liefen in meinem Tapedeck.

Santana hatte es mir besonders angetan, ich hörte die Platten rauf und runter. 1981 brachte ein Bruder eine neue Scheibe von Santana mit. „The Swing of Delight“ war anders als alles, was ich bis dahin gehört hatte. Santana nannte sich Devadip Carlos Santana, war Schüler von Sri Shinmoy, gerade ziemlich spirituell drauf und hatte sich vom kraftvollen Latin-Rock seiner ersten Alben gelöst.

Stattdessen waren da virtuose Keyboard- und Saxofonsoli zu hören, und alle Musiker spielten diese komplexe Musik auf einem so hohen Niveau, dass selbst Devadip Carlos, bis dahin mein Gitarrengott, Probleme hatte, mit diesen Cracks mitzuhalten. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, dass man so genial spielen konnte. Was für viele Rock- und Santana-Fans und für meine Kumpel ziemlich merkwürdig und seltsam klang, stieß in mir eine Tür auf. Da war plötzlich die Musik, auf die ich unbewusst die ganze Zeit gewartet hatte. Ich wollte, ja brauchte mehr von diesem Zeug und pilgerte nach der Schule in den Plattenladen, im Gepäck die Namen von Santanas Sidemen.

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