Die ROCKY HORROR SHOW im Staatstheater Schwerin

Erneut ist Premiere für die Wiederaufnahme der Rocky Horror Show im Staatstheater Schwerin. Das skurrile Musical Richard O’Brians, welches dieser 1973 in London uraufführte, wird in Schwerin zum wiederholten Male gezeigt. Jetzt übernehmen die Transvestiten mit ihrer bizarr-erotischen Science-Fiction-Rock-Show das Theater vom 8. bis 24. Februar 2013.

Merkwürdiges geht vor in dem historisierend barocken Theatersaal Schwerins, voller Gold, cremefarbenem Stuck und rotem Samt. Grabsteine und Spinnweben ragen aus dem Orchestergraben hervor. Musiker mit bleichen, eingefallenen Gesichtern stolpern hinkend zu ihren Instrumenten.

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Über den Boden kriechen dunkle Gestalten, die wie große, geschmeidige Insekten von Balkonen, Logen und aus Nischen hervorquellen. Eine in einen schwarzen Lackmantel gekleidete, gekrümmte Gestalt mit langen, bleichen, dünnen Haaren schmiegt sich an eine Stuckfigur von klassischer Schönheit. Es ist Riff Raff, der Haushälter des Schlosses Frank N. Furters, einem Außer-irdischen vom Planeten Transsexual, Galaxie Transylvania. Gerade heute veranstaltet dieser eine Party zum Anlasse der Enthüllung seines jüngsten Projekts, der Erschaffung Rockys, eines muskulösen, blonden Mannes, nur für ihn allein.

The Rocky Horror Show

In diese Party platzt ungewollt ein junges, frisch verlobtes, spießiges Pärchen, Brad und Janet, die nach einer Autopanne im Nirgendwo und bei heftigem Unwetter und Regen in dem einzigen Gebäude weit und breit nach Hilfe suchen. Geschockt von der schrill absurden Partygesellschaft in knappen Dessous, schwarzem Lack und buntem Geglitzer, wehren Brad und Janet sich kaum als man ihnen auf sehr zuvorkommende Weise die nasse Kleidung abnimmt – die gesamte nasse Kleidung, bis auf ihre weiße unschuldige Unterwäsche. Brad und Janet werden so schnell nicht wieder von hier fortkommen und die Umgebung wird auf sie wirken.

Mit großer Begeisterung freut sich das Publikum seit Jahren immer wieder auf die Schweriner Inszenierung von Ralph Reichel und hält stets ein bisschen Reis oder Toilettenpapier bereit, um sie mit großem Enthusiasmus und nach alter Tradition zu entsprechenden Szenen im Zuschauerraum zu verteilen. Die musikalische Leitung unterliegt John R. Carlson, Frank N. Furter ist wie immer der in dieser Rolle unübertroffene Markus Wünsch. Sehr gelungen ist die Neubesetzung der Janet mit Teresa Weißbach, die viele wohl in ihrer ersten großen Filmrolle in „Sonnenallee“ (1999) kennenlernten. Neben weiteren Neuzugängen und traditionellen Besetzungen wird die exzentrische Truppe vom Schweriner Ballett sowie Tanz- und Gesangsstatisten vervollständigt. Let’s do the time warp again!

http://www.theater-schwerin.de/repertoire/schauspiel/the_rocky_horror_show.html

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