Ein größenwahnsinniger Alexander der Große und seine Frauengeschichten

In seiner Reihe Oper konzertant bringt das Theater an der Wien am Mittwoch, den 25. September 2013 um 19 Uhr das Drama per musica in drei Akten Alessandro von Georg Friedrich Händel. Unter der Leitung von George Petrou werden neben Max Emanuel Cenčic als Alexander der Große, Julia Lezhneva, Laura Aikin und Xavier Sabata in weiteren Rollen zu erleben sein. Begleitet werden sie dabei von der Armonia Atenea.

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Alexander der Große, seine Heldentaten und seine Frauengeschichten gehörten im 17. und 18. Jahrhundert zu den besonders beliebten Opernstoffen.

Innenansicht des Theater an der Wien (c) VBW

Innenansicht des Theater an der Wien (c) VBW

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: seine Erfolge als Feldherr und Herrscher ließen sich auf die damaligen Regierenden ohne viel Mühe übertragen und zu deren Huldigung nutzen, und die zahlreichen Liebesgeschichten des antiken Herrschers gaben dienliche Vorlagen zu amourösen Episoden ab. So auch in Georg Friedrich Händels 1726 für die Royal Academy of Music entstandenen Drama per musica Alessandro.

In diesem Werk wird Alexander der Große als tapferer Soldat und tollkühner Herrscher mit einer gewissen Neigung zum Größenwahn präsentiert. Doch er hat ein Problem: er kann sich zwischen zwei Frauen nicht entscheiden. Auf der einen Seite ist da die von ihm geliebte Roxane und auf der anderen Seite Lisaura, eine skytische Prinizessin, welcher Alexander seine Liebe aus machtpolitischen Gründen vorgaukelt. Eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauenfiguren ist daher vorprogrammiert.

Doch die Bedeutung dieser Oper liegt eben nicht nur darin was in der Handlung und auf der Bühne stattfindet, sondern auch im Kontext der Uraufführung dieser Oper im Jahre 1726. Denn auch hier musste es notgedrungen zu einem Konkurrenzkampf zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen, den wohl besten Sängerinnen ihrer Zeit, Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni kommen, die um die „Gunst“ des Kastraten Senesino rangen. Eine Auseinandersetzung, die später, wohl auch durch die Presse aufgeputscht, in der Oper Astianate de Bononcini sogar zu Handgreiflichkeit zwischen den Sängerinnen auf offener Bühne führen sollte.

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