„What rhymes with hug me?“ – Videoreview ‘Blurred Lines’ von Robin Thicke

Sex sells, das weiß jeder. Even more sex, sells even more, könnte allerdings das momentane Motto von Sänger Robin Thicke lauten. Spätestens nach dem gemeinsamen Auftritt mit Miley Cyrus bei den VMA’s hat das auch der letzte mittlerweile begriffen – selbst, wenn er taub wäre.

Googled man den Titel, wird einem sofort die ‚nude‘-, die unzensierte, Version des Musikvideos angeboten. Amerika, Amerika, das ist also die Nacktversion? Frauen Oben ohne sind scheinbar immer noch ein Skandälchen, ein Nipplegate – aber vor allem ein Garant für Erfolg in Übersee.

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Label: Star Trak

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Man selbst ist irgendwie hin und her gerissen. Einerseits könnte man meinen, dieser Sexismus, der zur Schau gestellt wird, könnte keinen mehr beeindrucken. Andererseits sagen die Chartplazierungen etwas anderes.

Allerdings widerspricht das Musikvideo offensichtlich dem Songtext. Es erfüllt zwar die typischen Klischees der verführerischen Frau aus Werbung und Film, jedoch auf so übertrieben plastische Weise, dass man eigentlich davon ausgehen möchte, dies alles sei Ironie.

Da werden sich die roten Lippen geleckt, Marilyn Monroe-Posen eingenommen, mit den Haaren gespielt und miaut – selbst der Fußfetischist wird befriedigt.

Aber wo ist denn diese animalische Frau, die besungen wird? Im Grunde starksten drei nackte Models, in hautfarbenen Slips umher, während sie mit Robin Thicke, Pharrell Williams und Rapper T.I. absolut klischeehaft kokettieren.

Einzig animalisch in dem Video sind der ausgestopfte Hund und ein Lamm auf dem Arm halbnackter Frauen. Ist damit nun also die Songzeile „You’re an animal“ gemeint? Ich hatte irgendwie eher an Raubkatzen, als an Unschuldslämmchen gedacht.

Das Video nimmt sich selbst nicht zu ernst. Die wenigsten haben wohl verstanden, was mit den Ballons gemeint ist, die die Buchstaben „Robin Thicke has a big dick“ formen. Dahinter steckt offensichtlich nur heiße Luft und mehr nicht. Um in dem tierischen Jargon zu bleiben: Hunde die bellen, beißen ja bekanntlich nicht.

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Über Emilia Gallas

Musikliebhaberin, Literaturwissenschaftlerin, freiberufliche Journalistin und Musikredakteurin aus Bremen. Elektronische Sounds sind ihr willkommen, alle anderen aber auch.

2 Antworten auf „What rhymes with hug me?“ – Videoreview ‘Blurred Lines’ von Robin Thicke

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