Marvin Gaye, komm zurück!

Als ich neulich wieder einmal „I heard it through the grapevine“ vom Großmeister des Funk und Soul hörte, geriet ich ins Träumen. Ich stellte mir vor, seine Frau Tammi Terrell wäre nicht an einem Hirntumor gestorben. Gaye selbst wäre danach nicht in Depressionen verfallen und auf Koks gekommen.

Dann hätte es den folgenschweren Streit mit seinem Vater nicht gegeben und Marvin hätte nicht ein Abschiedslied von den Commodores (Nightshift) bekommen.

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Marvin Gaye (PD)

Marvin Gaye (PD)

Nein, er würde Heute noch unter uns weilen und seine Musik hätte sich sicherlich weiterentwickelt. Vielleicht würde er den Revolver seines Vaters aus dem Schrank kramen und sich erstmal die vielen Plagiatoren seiner Songs vornehmen.

So könnte er sich an den ganzen doofen Dubbern, simplen Samplern und etwa an Robert Thicke rächen. Der hat bekanntlich mit einem Sample den Sommerhit des Jahres 2013 `raus gebracht.

Der geneigte Musikkenner wird beim Hören seines Hits „Blurred Lines“ sofort gewisse Parallelen zu Gaye`s Gesamtwerk finden. Besonders „Got to give it up“ – einer seiner legendären Live Performances – zeigt deutlich, wie einfach es Heute ist einen Hit zu kopieren und dann zu behaupten, es wäre auf dem eigenen Mist gewachsen. Robert Thicke hat dies bis vor wenigen Tagen noch getan. Soll man das tolerieren, oder sollte Marvin’s Geist auferstehen und solch dreisten Dieben ins Knie schießen?

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Über Guido Kaiser

Guido Kaiser | Studium: Germanistik und Medienwissenschaften - Beruf: Redakteur für verschiedene TV-, Print- und Online Medien - Tätigkeit: Presse-, Medien- und Marketingberatung - Hobbys: Musik verschiedenster Stile, Sport - besonders Fußball, Hunde

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