Kurt Cobain, komm zurück!

Glasnost, Mauerfall und Free Nelson Mandela. Der Beginn der 90er Jahre scheint wie der Beginn einer besseren Welt. Gleichzeitig wird aber auch der zweite Golfkrieg geführt und CNN ist 24 Stunden dabei. In Rostock-Lichtenhagen setzen rechtradikale Randalierer ein Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter in Brand. 3000 Schaulustige applaudieren. Das ist die Zeit des Grunge. Das ist die Zeit von Kurt Cobain.

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Einzigartiger Sound

Kurt Cobain Quelle: perishparish [cc-by-sa]

Kurt Cobain Quelle: perishparish [cc-by-sa]

Mit seinen Songs wie „Smells like Teen Spirit“ trifft er den Nerv des Lebensgefühls einer ganzen Generation. In einer Zeit, in der es sich bequem in Nischen leben lässt und das Weltgeschehen zum Medienereignis wird, grummelt da plötzlich dieser einzigartige Sound von Kurt Cobains Band Nirwana. Der neue Klang zwischen Metal und Punkrock begeistert Millionen. Ein vielschichtiger Sound, so vielschichtig wie die Welt, aus der er entstanden ist.

Hochsensibler Künstler
Kurt Cobain war ein hochsensibler Künstler. Nahm Anteil an den gesellschaftlichen und musikalischen Themen seiner Zeit. Setzte sich für Schwule und Lesben, für Feministinnen und gegen Rassismus ein. Ein Konzerterlebnis der vergangenen Tage ließ noch einmal eindrücklich nachspüren, wie sensibel, weitsichtig und letztendlich politisch seine Musik war. Massive Attack spielten seinen Song „My Girl“ in Duisburg. Dort wirkten sie an einer Performance mit Bildern des britischen Dokumentarfilmers Adam Curtis mit.

Seiner Zeit voraus
Bilder vom Verschwinden der Utopien und der Diktatur des Digitalen waren in einer Collage zusammen geschnitten, darin auch Bilder von Kurt Cobain. Und dann performen Massive Attack „My Girl“. Ein bezwingender Moment. Horace Andys typische Falsettstimme ist sicher ebenso charakteristisch wie Cobains Stimme mit all ihren emotionalen Brüchen. Und trotzdem bleibt es eine himmlische Hommage an Kurt Cobain, die uns fühlen lässt, wie viel uns Cobain mit seiner Musik gegeben hat, Welt zu verstehen und mutig zu leben – auch mit dem Tod.

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