Factory Floor – Factory Floor: Maschinenfunk in Reinkultur

Ja – Factory Floor passen wie die Nadel auf die Platte zu DFA Records New Yorks Vorzeigelabel, wenn es darum geht Spaß an elektronischer Musik vielleicht auch mal einem Rockpublikum näherzubringen. Oder anders herum. Das Treibende, das Primat der Repetition von Bands wie The Juan Maclean oder eben LCD Soundsystem lässt sich in den Tracks durchaus finden. Die Band aus London würde sich aber lieber den Post Punk- und Mutant Disco-Epen von Bands wie The Pop Group oder Throbbing Gristle verbunden wissen. Schließlich darf man schon auf Kollaborationen mit Mark Stewart von The Pop Group oder Chris Carter und Cosey Fanni Tutti verweisen.

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Factory Floor - Factory Floor, Cover: DFA Records

Factory Floor – Factory Floor, Cover: DFA Records

Andererseits schielen Factory Floor mit mindestens einem offenen Auge auch in Richtung Krautrock. Drumming, Effekte und die verhallten Vocals von Sängerin Nik Void – alles Reminiszensen an den glorreichen Sound aus Deutschland. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum jedenfalls strahlt eine ungeheure Energie aus. Wabernde Synthesizer, deren analoger Klang quasi als sinnstiftendes Element für den Bandsound gelten kann.

Eine Mischung, die Factory Floor gerade zu einer der derzeit am meisten nachgefragtesten Bands macht. Zehn Tracks, die vielleicht nicht hundertprozentig neu klingen, ihre Bestandteile aber mit so viel Überzeugung und Spaß an der Musik auf den Punkt bringen, das Stillstehen quasi unmöglich wird. Maschinenfunk in Reinkultur. Nicht auszudenken, wie sich das live anfühlen wird.

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Über Philipp Demankowski

Philipp ist freiberuflicher Musikjournalist aus Dresden mit Schwerpunkt elektronische Musik. Daneben macht er Radio, legt Vinyl aus Überzeugung auf und ist Mitbetreiber eines Plattenlabels.

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