Verfremdung im positiven Sinne: Sluts neues Album „Alienation“

Irgendwie machen die aus dem für hauptsächlich jene eine Automarke bekannten Ingolstadt stammenden Slut immer alles richtig: Fünf Jahre nach „StillNo1.“ haben sich die sympathischen Bayern wieder ins Studio gewagt. Herausgekommen ist eine experimentelle Indie-Rock-Platte, die sehr international klingt und durchaus mit Alben von experimentellen Pop-Bands, wie den englischen „Everything Everything“, mithalten kann. Mit „Next Big Thing“ ist zudem ein richtiger Hit am Start. Seit „Easy To Love“ oder „Why Pourqoui“ hatten die Mannen um Christian Neuburger schließlich keine wirkliche Hit-Single mehr.

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Verfremedung, aber nicht Verblendung: Das neue Slut-Album “Alienation” / Quelle: Cargo Records

Doch das interessiert auch gar nicht. Slut liefern mit „Alienation“ einfach ein anspruchsvolles und intensives Werk ab. Egal, ob knarzende Mr.Oizo-Bässe oder Tribal-Drums: Mit allen erdenklichen Stilelementen wird herumexperimentiert. Slut tun dies jedoch ohne die klare Ausrichtung “Indie-Rock” zu verlieren.

Für die vielen experimentellen Sounds kann es sich im Gegensatz zu anderen Produktionen dann auch durchaus lohnen, verschiedene Aufnahmeleiter für verschiedene Songs heranzuziehen: So hat sich Tobias Siebert (Sänger und Gitarrist von Klez.e, produzierte unter anderem Enno Bunger, Herrenmagazin und Me And My Drummer) vier der Songs angenommen. Olaf Opal (arbeitete mit The Notwist), Mario Thaler, Tobias Levin und Oliver Zülch produzierten jeweils zwei Songs der Platte.

Die Rundreise durch die deutsche Produzentenlandschaft hat sich gelohnt: Jeder konnte seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, um das jeweils nach Meinung der Ingolstädter Wichtigste des jeweiligen Songs herauszuschälen.

„Wir haben eigentlich immer geilen Scheiß geliefert!“ Diese Aussage der Musiker zu ihrem neuen Werk ist zwar großspurig, aber richtig.

Wieder einmal gute Arbeit, Slut!

Slut live:

28.09.2013 // Hamburg – Reeperbahn Festival @ Grünspan
04.10.2013 // A – Vienna – Waves Festival
01.11.2013 // A – Linz – Posthof – Ahoi Pop
11.01.2014 // Dresden – Beatpol
12.01.2014 // Berlin – Lido
13.01.2014 // Köln – Gebäude 9
14.01.2014 // Frankfurt – Zoom
20.01.2014 // A – Salzburg – Arge
22.01.2014 // A – Innsbruck – Weekender
23.01.2014 // A – Graz – Postgarage

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.

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