Cascada: Trotz Plagiatsvorwürfen zum ESC?

Warum tun wir uns das noch an?

Diese Frage sollten wir uns berechtigter Weise stellen wenn es um den Eurovision Songcontest geht. Wieso schicken wir immer noch Jahr für Jahr einen Künstler zum alljährlichen Eurovision Songcontest?

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit und wir durften indirekt denjenigen Künstler wählen, der uns in Malmö in Schweden vertritt. Es war so wie immer. Am Ende steht eine Band fest, die so keiner wollte und der Aufschrei, dass bei der Bewertung der Jury geschoben wurde war auch wieder groß.

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Doch nun reicht es nicht, dass die bayerische Band La Brass Banda unberechtigter Weise knapp am ersten Platz vorbeischlitterte. Viele sahen die sympathische Band schon in Malmö auf der Bühne, doch die Jury machte ihnen mit ihrer Wertung einen Strich durch die Rechnung und wählte die Pop-Disco Band Cascada zum Gewinner.

Fahren doch La Brass Banda nach Malmö? (Credit: Deffapictures)

Fahren doch La Brass Banda nach Malmö? (Credit: Deffapictures)

Am Montag beschwerten sich viele allerdings nicht mehr über die Wertung, sondern es stand zu dieser Zeit ein handfester Vorwurf im Raum , dass Cascada den Song abgekupfert haben soll. Die Band muss sich nun gegen Plagiatsvorwürfe wehren und diese scheinen sich mehr und mehr zu verhärten. „Glorius“ heißt der Song, mit dem Cascada den Vorentscheid gewann und schon bei der Wahl am Sonntag in Hannover rieben sich einge die Augen. Hört sich dieser Track nicht etwa genauso an wie Loreens Song „Euphoria?

Der NDR leitete daraufhin sogar ein Verfahren gegen die Band ein, das nun die Plagiatsvorwürfe überprüfen soll.
Die BILD-Zeitung ging sogar schon so weit, dass sie beide Titel einem dem Institut für Sprachwissenschaften in Kiel vorlegte. Das Ergebnis ist erschreckend: Beide Titel klingen auf Basis der Lautstärke und Frequenz identisch.

Doch was sagt die Band Cascada zu ihrer Verteidigung? Sie bestreitet natürlich alle Vorwürfe. Die Frontfrau würde sogar das Risiko eingehen beide Songs aufeinander zu legen. Diesen Schritt würde sie mit Sicherheit bereuen, so klingen diese beiden Tracks tatsächlich ähnlich bis identisch. Bis der Eurovision Songcontest in Malmö startet vergehen noch einige Monate und so wäre es auch nicht undenkbar, dass man wirklich darüber nachdenken würde, Cascada zu disqualifizieren.

Allein diese Diskussion um die Plagiatsvorwürfe ist der Höhepunkt der Veranstaltung des Eurovision Songcontests 2013. Im Grunde genommen würden nur wenige wirklich Cascada für Deutschland starten sehen. Die Sympathien liegen seit Sonntagabend voll und ganz bei den Bayern von La Brass Banda und es würde auch nur die wenigsten stören, würde Cascada nicht antreten dürfen. Ob es aber so weit kommt, ist fraglich und falls nicht, so sollte man sich in Deutschland ernsthaft überlegen nicht mehr beim ESC anzutreten.

Lena stellte zwar vor wenigen Jahren eine Ausnahme dar, aber so war man ja doch nie so wirklich zufrieden mit der Wahl der Band, die dann letztlich auch beim ESC antreten sollte und man rechnete die Chancen schon gegen Null überhaupt etwas bei dem Wettbewerb holen zu können.

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Über Niklas Kolell

Geboren in Fürth und im Herzen des Altmühltals aufgewachsen, studiere ich jetzt in Eichstätt Geographie mit dem Schwerpunkt Tourismus. Seit meiner Jugend begleitet und begeistert mich die Musik und jetzt schreibe ich auch auf meinem eigenen Musikblog darüber.

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