BBC Proms in the Park – die Erste!

Entlang des North Carriage Drive direkt zu einem der hoch dotiertesten Events im Londoner Stadtteil Westminster. Bereits am frühen Nachmittag schwärmten die hitzigen Fans dieser Veranstaltung aus, um sich gemeinsam mit ihren Familien die besten Plätze auf dem Konzert-Areal zu sichern. Mit Campingstühlen unterm Arm, Picknickkorb, Utensilien für sämtliche Eventualitäten, erreichte manch einer nur mit Mühe den lang ersehnten Einlassbereich. Helfende Hände ringsum, arrangierten den nicht enden wollenden Besucherstrom. Exakt koordinierte man die Gegebenheiten vor Ort und sorgte für eine entspannte Nuance.

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Quelle / Foto: Hyde Park Area London / Melanie Dworaczek

Quelle / Foto: Hyde Park Area London / Melanie Dworaczek

Das gratis Lächeln gab es dann noch oben drauf. Bereits hier konnte man erkennen, dass sich die Veranstalter mit dem diesjährigen Motto ein eindeutiges Ziel gesetzt hatten. Bei aller Betriebsamkeit hatte ich nicht den Eindruck von Schwere. Im Gegenteil. “Sold out” zierte das Box Office neben dem Haupteingang. Einen bequemen Spaziergang entlang der blickdichten Absperrung zur Linken präsentierte sich die Guest-Area.

Quelle / Foto: BBC Guest-Area / Melanie Dworaczek

Quelle / Foto: BBC Guest-Area / Melanie Dworaczek

Direkt neben der Hauptbühne gelegen, fand man entsprechenden Zugang auf kürzestem Wege. Nach kurzer Orientierung, einer mehr als gastfreundlichen Einführung, konnte die Show beginnen. Das Wetter hielt sich mit vereinzelten Wolken, Sonnenschein und leicht böigen Winden an die scheinbar getroffene Abmachung. Viertel nach fünf überrollt ein dumpfer, vibrierender Sound das weitläufige Areal. Es war so weit. BBC Radio 2 Entertainer Tony Blackburn, der Vorreiter des Abends, sprang mit unübertroffenem Elan aus der seitlichen Regie-Zentrale.

Quelle / Foto: bbc.co.uk

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Nicht nur der Meister selbst, auch das Publikum zu seinen Füßen hatte diesen unübersehbaren britischen Touch. Unbeirrt folgte ihm der erste Act des Tages – “Red Hot Chilli Pipers. Von der ersten Sekunde an gab es kein Halten mehr.

 

Vorerst noch einigermaßen gemütlich, teilweise lunchartig, genoss die Menge die Kombination traditioneller Dudelsackmelodie gepaart mit großartigen Hits unserer Zeit. Die energiegeladenen UKs rockten die Bühne und mit ihnen die Fans an vorderster Front.

Quelle / Foto: Melanie Dworaczek

Quelle / Foto: Melanie Dworaczek

Der darauf folgende Act “Craig Charles and the Fantasy Funk Band” ließ die Hüften kreisen. Vornehmlich die der Funk-Fraktion weiter links und eher im durchschnittlichen Alter. Das zuvor brodelnde, bassgesteuerte Song-Repertoire versank in chilliger Gelassenheit. Perfekt für das längst überfällige, gut gekühlte Glas Wein für die Dame. Auch die Herren des Abends hatten für ausreichend Abwechslung im Sortiment gesorgt.

Quelle / Foto: bbc.co.uk / Marc Allan/BBC

Quelle / Foto: bbc.co.uk / Marc Allan/BBC

Die Kleinsten waren unter dessen mit allerlei Neuentdeckungen auf dieser überdimensionalen Spielwiese beschäftigt und strapazierten sicherlich auch das eine oder andere Nackengerüst. Man konnte sich wahrlich nicht beschweren. Was man auch wollte, brauchte, mochte, man fand es unweit von. Im wahrsten Sinne des Wortes.

In der Guest-Area zog Lounge-Atmosphäre ein. Lichter begannen allmählich mehr und mehr in den Vordergrund, zu treten. Auf den Bildschirmen verfolgte man ungestört die Live-Darbietungen und nebenbei, je nach Bedarf, gab es auch für die hungrigen Gäste ein vielfältiges Angebot. Wieder im Konzertflair integriert sagte sich die nächste britische Band, mit ohrenbetäubenden Kreisch-Effekten an.

Quelle / Foto: Melanie Dworaczk

Quelle / Foto: Melanie Dworaczk

“Blue” war am Start und ab sofort bekam man einen Vorgeschmack auf jenes, was noch kommen sollte. Das weibliche Gefolge auf dem Areal schien fixiert zu sein, auf die vier Sternchen der Musikindustrie. Seit 13 Jahren bewandern sie nun schon die Bühnen dieser Welt. Erfolgreich unter anderem mit dargebotenem Titel “Sorry Seems To Be The Hardest Word”. Das Klima am Bühnenbereich braucht dafür nicht zwingend eine Beschreibung. Ist das Befinden zu dieser Zeit bereits auf einem individuellen Höhepunkt angelangt. Viel Spaß mit “One Love”!

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Über Melanie Dworaczek

Autorin und kreativer Geist aus der sächsischen Weinregion. Ziel: Erfrischend, unkonventionell, gelebte Atmosphäre in Kunst und Kultur zu spiegeln. Einsicht erlangen, sich den vielfältigsten Charakteren nähern. Mit Liebe zur Musik, auf Entdeckungsreise.

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