God Is An Astronaut – Origins

Anstatt sich genrekonform zu wiederholen, tritt die irische Band God Is An Astronaut den Beweis an: Sich selbst neu zu erfinden, ist immer besser als in ollen Fahrwassern zu plätschern. Mit Elan, Verve und Frechheit etablieren sich die Iren als sine qua non und definieren den Post Rock … nicht neu, aber “nachhaltig” (G. Schröder) neu, anders, schön, erhaben und leichtfertig. Wer Tiefgang scheut und aurale Orgasmen meidet, sollte von “Origins” besser Abstand halten. Ansonsten droht das Stendhal-Syndrom (aka Jerusalem Syndrom, Euskirchen Balla Balla).

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God Is An Astronaut - Origins (Quelle: superadmusic.com)

God Is An Astronaut – Origins (Quelle: superadmusic.com)

Mit ihren ersten Alben und den entsprechenden Touren erspielten sich God Is An Astronaut in Nullkommanix weltweit eine Fangemeinde, die deren eigenartige Mischung aus Rock und Ambient auf Anhieb sehr zu schätzen wussten.

Neben Acts wie Godspeed!, Mogwai oder Explosions in the Sky bildeten GIAA schnell eine Hausnummer in Sachen Post Rock. Doch dann: das große Aber. Die letzten beiden Longplayers (self-titled, Age of the 5th sun) ergingen sich in schwachen Selbstwiederholungen. Schier unwürdig, Epigonen wie etwa die spanischen Exassens konnten da besser punkten.

Und nun: „Origins“! Ein Album, das stante pede überzeugt. Aufgefrischt mit noch nie zuvor gehörten Effekten, garniert mit (ganz leicht) verschobenen Rhythmen, genießt der Hörer eine Detailfülle, die mehrfaches, gar exzessives Hören zur Pflicht macht. Und es rockt (erstmals) wie Sau … und lässt einen Roger Waters (gegen Ende) aussehen wie ein Ferkel im Hemd über der Battersea Powerstation. Denn es wird immer ruhiger, beruhigter und noch intensiver …

„Selbstmord lohnt sich nicht. Man bringt sich immer zu spät um“ (E.M. Cioran). Unsere irischen Freunde haben die Flucht nach vorne gewagt, und im Zuge dessen ein Album kreiert, dass nach allen Regeln der Kunst funktioniert. Danke! Auf bald auf (deutschen) Bühnen!

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