“One Direction – This Is Us”: Working Class Heroes

Am Lagerfeuer wirken sie wie ganz normale Jungs. Aber sie diskutieren über ihr Leben als Teil von One Direction, der angesagtesten Boyband der Welt. Sie wissen, dass alles sehr schnell zu Ende gehen kann. Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis sind fünf junge Erwachsene, die gerade dabei sind, die Welt zu erobern. “Supersize Me”-Regisseur Morgan Spurlock zeichnet in “One Direction: This is Us” ihren Weg von gescheiterten “X-Factor”-Kandidaten hin zu einem Massenphänomen.

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Können ihr Glück kaum fassen: One Direction (Foto: Sony Music)

Können ihr Glück kaum fassen: One Direction
(Foto: Sony Music)

Es sei eine Entscheidung von zehn Minuten gewesen, sagt Simon Cowell, Juror der Casting-Show. Die fünf Jungs haben zuvor als Solo-Sänger den Auszug aus dem Boot-Camp zu den Live-Auditions nicht geschafft. Da bot Simon ihnen an, als Gruppe weiter am Wettbewerb teilzunehmen. Was danach passierte sei auch für ihn unglaublich und unvorhersehbar gewesen. Als die Band es bis zu den besten drei geschafft haben, schieden sie aus “X-Factor” aus. Ihre Karriere fing aber jetzt erst richtig an.

Schon nach den ersten Auftritten bildete sich ein regelrechter Kult um die smarten Jungs, die sich nie ganz den Boygroup-Konventionen gebeugt haben. Ihr Sound besitzt einen Anflug von Punk, auf der Bühne improvisieren sie Tänze, anstatt durchgestylt und -choreografiert ihre Show zu absolvieren.

Spurlocks Doku versucht nicht, den Grund für diesen überdimensionalen Ruhm aufzudecken. Vielmehr wird eine erwartbare Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story erzählt. Die Jungs aus der Arbeiterklasse reisen um die Welt, wo tausende Fans ihnen zukreischen. Dazwischen werden kleine rührende Sequenzen eingebaut, wo beispielsweise einer der Jungs mit dem verdienten Geld seiner Mutter und seinen Geschwistern ein neues Haus schenkt.

Es menschelt sehr bei One Direction. Allerdings wirkt es nur selten aufgesetzt. Die Jungs werden sympathisch in Szene gesetzt. Nicht zuletzt, weil sie eben wirklich best buddies sind, die dieses ganze Unternehmen auch als riesen Spaß verstehen und wie Schuljungs auf Klassenfahrt wirken – inklusiver kleiner, aber harmloser Scherze.

Zusammengehalten werden die einzelnen Interviews, Backstageberichte und privaten Einblicke vom Konzert in der Londoner O2-Arena. Hier hat das Filmteam sich nicht lumpen lassen und das ganze Geschehen in 3D gefilmt, aufeghübscht mit einigen Effekten, die versuchen, die Energie des Quintetts auf der Bühne begreifbar zu machen. Für den Fan ist diese Dokumentation Pflicht, denn so nah kommt man den fünf eigentlich ganz normalen Jungs nicht wieder.

“One Direction: This Is Us” startet am 12. September in den deutschen Kinos

Hier der Kinotrailer

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Über Daniel Dreßler

Freier Musikjournalist und Radiomoderator aus München. Befürworter der alternativen im Allgemeinen und der elektronischen Klangkunst im Besonderen. Der Strom macht die Musik!

2 Antworten auf “One Direction – This Is Us”: Working Class Heroes

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