Cloak über die Void-Reihe

Seit einem Jahr gibt es die Void-Parties in Frankfurt, die zu einer festen Größe innerhalb Frankfurts Technoszene herangewachsen sind. Ich traf mich mit Maximilian Schmidt, der die Reihe hochgezogen hat, auf Zigaretten und Rotwein.

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Cloak, Quelle: Facebook

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Du hast dich erst kürzlich unbenannt in Cloak, vorher und auch besser bekannt als Hörsturz. Du machst jetzt wie ich höre die Void-Reihe im Tanzhaus West seit einem Jahr. Erzähl uns erstmal etwas über deine DJ-Tätigkeiten.

Ich lege jetzt seit ungefähr 4 Jahren auf, bin seit 2 Jahren Resident im Club Tanzhaus West und Dora Brilliant. Mein Stil ist eher technoid, bisschen dunkler, teilweise industrielle Einflüsse, also schon Maschinenmusik.

Ich hab dich ja das erste Mal auflegen sehen, das ist schon eine ganze Weile her, das war glaub ich im alten Sinkkasten noch. Ich fands ganz cool, denn es war sehr gerade und durchgängig, aber ich glaube dein Stil hat sich so ein bisschen verändert.

Ja richtig, in den letzten 2 Jahren hat sich das geändert. Wie du auch schon gesagt hast, war es davor halt geradlinig und auch so Bigroom-Techno, relativ einfach gehalten. Seit 2 Jahren hat sich das geändert, wurde bisschen gebrochener, industrieller und rauer.

Erzähl uns bisschen was über die Void-Reihe, wie du auf die Idee gekommen bist, wie das angefangen hat und wie sich das entwickelt hat.

Frankfurt war ja früher eher Techno-Stadt, mit U60, Chris Liebig, Schranz und so. Es ist aber denke ich ein bisschen verebbt und Frankfurt war in den letzten 5 Jahren eher so die TechHouse- und House-Stadt, auch ziemlich geprägt durch das Robert Johnson. Und ich habe das Bedürfnis gehabt, den Techno nach Frankfurt zu holen, den ich persönlich gut finde und auch finde, dass er hier fehlt und das war der hauptsächliche Anreiz.

Ich war ja auf der ersten Void-Party, ich fands ganz cool so, das Design fand ich sehr gelungen. Wer hat denn die ganzen Flyer- und Promosachen gemacht?

Das war schon mehr oder weniger alles ich. Ich hab mir das ganze Bildmaterial, sage ich mal, zusammengeklaut und ein Kumpel, der mittlerweile in Wien wohnt, hat mir da auch sehr viel Inspiration gegeben. Aber für das ganze Design bin ich maßgeblich verantworlich. Ich hab natürlich auch Leute die mir helfen, weil ich von Photoshop keine Ahnung hab, aber zum größten Teil mach ich das alles allein.

Als ich das Ding das erste Mal in der Hand hatte, dachte ich, es ist vielleicht so eine Darkwave-Reihe, hatte schon so etwas mystisches. Das hatte so was von Geheimgesellschaften und Illuminaten, das waren so meine ersten Assozationen.

Ja, das wollte ich auch einfangen. Mystisch, dunkel.

Kannst du ein paar Namen sagen, was du so auflegst bei den Void-Parties?

Labels wie Sonic Groove, Ostgut Ton, Vault Series, Künstler wie Adam X, Perc, diese Ground Theory Sachen, Henning Baer, Milton Bradley, Subjected, eigentlich vieles, das in den dunkleren, härteren, kratzigeren Bereich geht, Black Sun Records, Shifted, viele verschiedene Sachen. Das Berghain hat mich natürlich auch sehr geprägt, die üblichen Verdächtigen.

Ich hab gesehen, dass du jetzt auch Visuals im Programm hast. Kannst du das ein bisschen beschreiben?

Die Visuals hatten wir bisher nur bei 2 Void-Parties, war dann immer Immersiv, der hat schon mit Haftbefehl zusammengearbeitet, für das Robert Johnson was gemacht und der macht eigentlich immer ganz freshe Visuals, verschiedene Formen, abstrakte Sachen.

Wie ist dein Ausblick?

Die Parties laufen gut, bisher auch immer gut besucht, die Leute sind immer happy die kommen. Die nächsten Releases kommen hoffentlich auch mal bald, in ein paar Monaten. Mir hängen auch schon paar Jungs im Nacken, dass ich mal meine Tracks fertig mache, dass die auf Platte kommen. Ich will auf jeden Fall die void-Reihe in den nächsten Jahren zu einem Label erweitern.

Cloak spielt am 20. Oktober im Robert Johnson, sowie am 26. im Das Werk (Wien).

 

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Über Fabian Vallon

Seit 4 Jahren in Frankfurt wohnhaft, über den Punk zu Techno gekommen, immer ziellos in der Stadt unterwegs, produziert selbst unter dem alias quantities, Teil des Untergrunds, mag Slavoj Zizek und sammelt alte Spex-Ausgaben.

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