Gegen die Schwerkraft – Bruno Beltrão und seine “Strassentänzer” bei der Ruhrtriennale

Sie kamen aus den brasilianischen Favelas und erobern nun die großen Festivals Europas. Die Grupo de Rua um Gründer und Choreograph Bruno Beltrao setzt die klassischen Begriffe „Download-Remix-Share“ der Webgemeinde in tänzerisch-musikalische Bewegung um. Begleitet von minimalistischen Klängen bewegen sich 13 Tänzer einzeln und in Gruppen durch den kahlen Raum, trennen sich, finden sich und verlieren sich wieder. Wie das Rauschgift das dem Abend – vielleicht  – den Namen gibt  geht hier der Tanzimpuls von Person zu Person über.

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Die einzelnen Nummern – musikalisch wie tänzerisch – sind meist streng getrennt, gehen nur selten ineinander über. Basierend auf dem Rhythmus des Hip Hop entsteht eine eigene Kunstform, die Hip Hop Elemente immer wieder aufnimmt, aber dann abwandelt und damit verändert und transzendiert.

Bruno Beltrão & Grupo de Rua: CRACKz (© Ruhrtriennale, Foto: Ursula Kaufmann)

Bruno Beltrão & Grupo de Rua: CRACKz
(© Ruhrtriennale, Foto: Ursula Kaufmann)

Ebenso ist die Musik eine weitgehend computergenerierte Mischung aus Hip Hop Elementen mit minimalistischen Anklängen und Rhythmen von Breakdance und Streetdance.

Die Athletik der Tänzer ist zu bewundern; manchmal fehlt aber die ordnende Hand und bei den vielen Wiederholungen tritt auch eine gewisse Müdigkeit ein, da sich die Bewegungen wenig variabel zeigen. Die Bühne blieb im Halbdunkel, was wahrscheinlich Absicht war, in gewissen Sequenzen aber wie eine Panne wirkte. Im Ganzen eine positive und sehr energetische Veranstaltung, die allerdings gut hätte etwas kürzer ausfallen können.

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