Video: Musiktipp der Woche: Luna Simao singt “Es geht bis zu den Wolken”

Die gebürtige Lübeckerin Luna Simao hat angolanische Wurzeln und macht noch nicht allzu lange professionell Musik. Ihre Anfänge liegen, wie bei so vielen Pop-Sternchen dieser Zeit, in den Untiefen des Internets. Die Sängerin stellte ohne viele Hintergedanken dort ihre souligen Interpretationen bekannter Songs ein. Ein Musikproduzent wurde auf das Nachwuchstalent aufmerksam und fördert die junge Künstlerin fortan. Eine Bilderbuch-Geschichte also. Nun tritt Luna Simao samt Band beim Bundesvision-Song-Contest für Schleswig-Holstein an. Ganz interessant scheint die Zusammensetzung der Musiker:

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Tritt beim BuViSoCo 2013 für Schleswig-Holstein an: Luna Simao: / Quelle: warenermusic.de

Tritt beim BuViSoCo 2013 für Schleswig-Holstein an: Luna Simao: / Quelle: warenermusic.de

Da sitzt der von den großartigen, aber leider aufgelösten „Ghost Of Tom Jaud“ bekannte Christoph Schneider an den Drums, während sich ein Mitglied von Bakkushan („Baby, du siehst gut aus!“) am Bass betätigt. Tja, jeder sucht sich so seine Projekte, wenn es mit der eigenen Band nicht so läuft, wie man es sich wünscht.

Im Video zur Debütsingle „Es geht bis zu den Wolken“ wirkt das größtenteils sicherlich unspektakuläre Lübeck durch die entsprechenden Filter wie eine kalifornische Metropole. Überschwänglich wird das relativ unbedeutende Städtchen mit einer Stimme, die irgendwo zwischen Schwester S, Amy Winehouse und Joy Denalane liegt, besungen. Inwiefern dieser Mix neu und ansprechend sein soll, muss der Konsument entscheiden.

Wer jedenfalls auf eine weitere „Ich-feier-meine-Heimat-Hymne“ steht und wie Luna Simao nach so kurzer Zeit ebenfalls „angekommen“ ist, für den ist dieses Video sicherlich ein absolutes Highlight. Alle anderen „saufen lieber Badewasser.“

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.

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