Review: Dexter – S08E11 – Monkey in a box

Monkey in a box ist eine der wenigen Dexter-Episoden, in denen die Serienhandlung in exakt der Sekunde wieder aufgegriffen wird, in der die letzte mit einem Schwall Blut zum Abspann rüberschwappte. Der starke Einstieg mit Endzeitspannung diffundiert dann allerdings im dürftigen Einerlei pseudoromantischer Abschiedsgefühle und verpufft in einem arg hinkonstruierten Showdown.

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 Dexter in Denkaction; Quelle: dexterdaily.com

Dexter in Denkaction; Quelle: dexterdaily.com

Zunächst: Eingangs dickes product placement von LG Electronics auf dem Lüftungsschacht, hinter dem Dexter seine Objektträger mit Blutsamples seiner Opfer aufbewahrte. Toll, wie diese Sequenz dem Zuschauer das Wirtschaftsmoment der Finanzierung der Serie unter die Nase reibt. Schade nur, dass die Werbeeinnahmen daraus offenbar nichts ins Drehbuch geflossen sind.

Also: Brian surgeon Oliver Saxon taucht bei der Miami Metro Familia auf und liefert dort freundlicherweise eine Speichelprobe ab. Kaum ist er aus der Tür, scheint er sich völlig in Luft aufzulösen, denn Dexter hat einmal mehr erhebliche Schwierigkeiten, sich dem Schlitzer an die Fersen zu heften. Sein Detektivspielchen kommt mit dem flockigen Flair eine Déjà vus daher, weil es den Eindruck erweckt, er würde eine allererste heiße Spur verfolgen. Und dann steht Saxon plötzlich sowieso in Dexters Bude und ist auf einen Deal aus. Behauptet er.

Halluzination Harry: “That doesn’t sound like the old Dexter.” Dexter: “Maybe I am not the old Dexter?!”

Debras Verhältnis zu Hannah hat fast Klatschtantenatmosphäre, und der Kitsch quillt ohnehin vorne und hinten über. Dexter beschließt, Saxon kaltzustellen, aber dieser spezielle Selbstauftrag sei “a different kind of kill”.

Indeed it is: Am Ende der Folge sterben Marshall Clayton und Halluzination Harry. Debra wird angeschossen. Sieht nicht sonderlich gut für sie aus, aber das gilt auch für das ausstehende Finale. Ich habe kaum Lust, mich mit möglichen Metaphern oder dem Titel der Episode eingehender zu beschäftigen, so belanglos wirkt das alles.

Und mehr gibt es zu diesem Scriptkompott eigentlich auch nicht zu sagen.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.

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