Literaturkritiker Reich-Ranicki ist tot

Deutschlands Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki ist heute im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Kein anderer Kritiker hat für und mit der Literatur so gestritten wie er. Reich-Ranicki, der als Marceli Reich in Polen geboren wurde, litt an einer Prostata-Krankheit, die er erst im März bekannt machte.

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Foto: Gruner+Jahr/Roman Babirad

Reich-Ranicki 2008 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises. Foto: Gruner+Jahr/Roman Babirad

2011 verstarb Reich-Ranickis Frau Teofila, die ihn 70 Jahre lang begleitete. Seitdem zeigte er sich nur noch selten in der Öffentlichkeit.
Zur FAZ hatte der Kritiker eine enge Beziehung. Er leitete jahrelang den Literaturteil der Zeitung. Die erste Todesnachricht verbreitete am Mittwochnachmittag FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher über Twitter. Er habe Reich-Ranicki noch zwei Stunden vorher besucht, heißt es in dem Tweet.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde der Experte durch die TV-Sendung „Das literarische Quartett“, in der er gemeinsam mit anderen Literaturverständigen, wie Hellmuth Karasek und Sigrid Löffler, im ZDF regelmäßig literarische Werke besser oder schlechter davon kommen ließ.

Aufsehen erregte Reich-Ranicki 2008, als er den „Deutschen Fernsehpreis“, der ihm verliehen werden sollte, ablehnte. Er wies dabei auf den „Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben“ hin.

 

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