Vom Ondes Martenot zum Synthesizer – Eine Kulturgeschichte elektronischer Musikinstrumente (Teil 2)

Wie im vorherigen Teil bereits erwähnt wurde, erhält ab den 50er Jahren die wissenschaftlich-technische Komponente Einzug in die moderne Musikentwicklung. Der amerikanisch-französische Komponist Edgar Varese formulierte in einer Vorlesung 1939 die Theorie von der elektroakustischen Musik. Er sah sie als „autonome Entwicklungsstufe“ zur parallel aufkommenden Zwölftonmusik, welche mit mathematischen Grundsätzen zu einer klar definierten und strukturierten Technik der Seriellen Musik weiter entwickelt wurde. Mit anderen Worten: der Versuch alle Eigenschaften der Musik wie Tondauer, Tonhöhe und Lautstärke auf Zahlen- und Proportionsreihen aufzubauen.

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Der analoge, monophone Synthesizer Buchla 200e Music Box (Quelle:http://www.flickr.com/photos/synthesizers/508857067/)

Der analoge, monophone Synthesizer Buchla 200e Music Box (Quelle:http://www.flickr.com/photos/synthesizers/508857067/)

Die Institutionalisierung begann im Zuge des Ausbaus eines Studios für elektronische Musik in Köln, mit dem Ziel der genauen Definition und Erzeugung der Klangfarbe mittels Oszillatoren. Daraus ergab sich die Möglichkeit beliebige Signale aus Sinus- und später auch Rechteck-, Dreieck- und Sägezahnschwingungen zu erzeugen.

Als Geburtsstunde des Synthesizers können die Innovationen der beiden konkurrierenden amerikanischen Musiktechniker Donald Buchla und Robert Moog gesehen werden. Buchla entwickelte ein modulares Klangerzeugungssystem aus Transistoren und konzentrierte sich auf die Rekonstruktion traditioneller mechanischer Instrumente. Im Gegensatz dazu ging es beim sogenannten Moog-Synthesizer um die Konstruktion eines analogen Signalerzeugers mit dem Ziel ein kleines, tragbares Gerät auf den Markt zu bringen: Der Mini- und Micro-Moog zählen zu den erfolgreichsten Synthesizern des vergangenen Jahrhunderts und wurden durch Bands wie Kraftwerk und Tangerine Dream bekannt…

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Über David Richter

Studium der Kulturwissenschaften und Geographie an der FSU Jena; tätig als: Kulturmanager, Autor und Bassist; Musikalische Vorlieben in den Bereichen Surf, Punk, Stoner-Rock, Ambient, Garage, Post Rock, Old School

Eine Antwort auf Vom Ondes Martenot zum Synthesizer – Eine Kulturgeschichte elektronischer Musikinstrumente (Teil 2)

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