Bryan Ferry – Melancholie á la bonne heure!

Am 26. September 1945 in Washington, Country Durham, England geboren, ist er bis heute einer der stilsichersten Künstler überhaupt. Dass er an der Universität von Newcastle upon Tyne Kunst studierte und Schüler des bereits verstorbenen Richard Hamilton war, ist längst kein Geheimnis mehr.

Dieser Einfluss war mit großer Wahrscheinlichkeit einer der prägendsten seiner Laufbahn. Zahlreiche Talente vereint Bryan Ferry in seinem Schaffen. Die bildende Kunst ist nur eine, wenn auch nicht unbedeutende Leidenschaft. Als Songwriter und Sänger lässt er mit höchster Präzision seiner Gefühlwelt freien Lauf.

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Bryan Ferry - The Jazz Age / Quelle: bryanferry.com

Bryan Ferry – The Jazz Age / Quelle: bryanferry.com

Seine Fantasie scheint nahezu endlos, ebenso seine kreative Entfaltungskraft. Das Geheimnis seines anhaltenden Erfolges ist die Vereinigung aller Komponenten. Mit der Gründung von Roxy Musik 1970 eröffnete sich für Ferry eine Möglichkeit für unbegrenztes Wachstum sowie schöpferisch seine ganze Bandbreite zu präsentieren. Brian Eno, Andy Mackay, Phil Manzanera und Paul Thompson begleiten Ferry auf seiner individuellen Entwicklung. 1972 kam der erste Durchbruch für Roxy Musik in `Top of the Pops`. Erstmals brachte die Band ihre Single `Virginia Plain` auf die Bühne. Mit Glamour, Stil und einer Mischkultur vielseitiger Einflüsse lieferten Roxy Musik eine bahnbrechende Performance. Ferry´s lyrische Ader, seine Eleganz und sein weitschweifendes Charisma machten den Anstrich perfekt. 1973 erschien sein erstes Solo-Album “These Foolish Things”, welches für Rhythm & Blues sowie Rock & Roll-Klassiker steht.

Ferry gelingt es seine ganz eigene Interpretation in die Auswahl seiner Stücke einzuflechten und überzeugt mit herzzerreißender Intensität. Insgesamt 8 Alben sowie 6 Live-Alben entstammen der Ära von Roxy Music. Beginnend 1972 mit dem gleichnamigen Album “Roxy Music”, folgend “For Your Pleasure”, “Stranded”, “Country Life”, “Siren”, “Manifesto”, “Flesh and Blood” sowie 1982 “Avalon” (dreifach Platin). Live-Alben wie “Live at the Apollo” 2001 sind beispielhaft für die breite Präsenz mit ungeheurer Faszination.

Die Gestaltung jedes einzelnen Covers lässt eine recht vielversprechende Selbstdarstellung vermuten. Lasziv, räkelnd mit einer Spur Extravaganz versteht es Ferry die Damenwelt von ihrer bezauberndsten und zugleich geheimnisvollsten Seite zu spiegeln. Facettenreich, mit ästhetischem Gespür und Komplexität treten Posen seines Selbst zutage. Kaum jemand vermittelt das Unnahbare so schmachtend und voller Sehnsucht wie er. Ferry hat die Sinne am rechten Fleck und wird wohl stets in der Lage sein, sich selbst neu zu definieren. 14 Soloalben und 35 Singles, vollgepackt mit experimenteller Energie, stammen aus seiner Feder.

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Über Melanie Dworaczek

Autorin und kreativer Geist aus der sächsischen Weinregion. Ziel: Erfrischend, unkonventionell, gelebte Atmosphäre in Kunst und Kultur zu spiegeln. Einsicht erlangen, sich den vielfältigsten Charakteren nähern. Mit Liebe zur Musik, auf Entdeckungsreise.

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