The Mission – “The Brightest Light”: Sie können es nicht lassen

Da sind sie. Mal wieder. Und das, obwohl Mission-Frontmann Wayne Hussey noch vor rund vier Jahren gesagt hat, dass es diese Band nicht mehr geben würde. Aus, vorbei, Ende Gelände! Aber so ganz konnte man ihm das schon damals nicht mehr glauben. Denn diesen Spruch hatte er bereits 1996 von sich gegeben, um drei Jahre später wieder ein neues Werk aufzutischen. Vielleicht braucht er diese On-Off-Beziehung mit seinem “Partner in crime” Craig Adams, um wieder Großartiges aufzutischen.

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Coole Scheibe: The Mission (Quelle: Oblivion Records)

Coole Scheibe: The Mission (Quelle: Oblivion Records)

Beide haben in den 1980ern The Sisters Of Mercy verlassen, um ihr eigenes Goth-Rock-Ding durchzuziehen. Vielen dürfte noch “Like A Hurricane” in den Ohren liegen, der auf jeder passablen New-Wave-Compilation nicht fehlen darf. Dabei hat das Gespann zusammen mit Gitarrist Simon Hinkler mehr als diesen einen Song zu bieten.

Viele hervorragende Alben konnten die Mannen hervorbringen, zu dem nun auch “The Brightest Light” gezählt werden darf. Und in ihrem (inklusive der Unterbrechungen) 27. Bandjahr klingen Hussey und Co. vollends gereift. Das macht bereits der Opener “Black Cat Bone” klar. The Mission anno 2013, das bedeutet jede Menge erdigen Rock, weg vom Gruftie-Image, wenngleich Stücke wie “Ain’t No Prayer In The Bible Can” durchaus die Melancholie als solche pflegt.

Die Band spielt befreit auf, als wolle sie der Welt alles und nichts beweisen. Wie bei “Swan Song”. Das Stück wiederholt sein Thema am Ende gnadenlos und schraubt sich damit in ungeahnte Höhen, ganze sieben Minuten lang. Schlicht und ergreifend gelungen. Wie auch “Litany For The Faithful”, dem vielleicht besten Song, den The Mission jemals herausgebracht haben.

Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass Hussey und seine Mitstreiter bald wieder getrennte Wege gehen. Wenn nach jeder Wiedervereinigung solch geniale Scheiben entstehen…

Als Vorgeschmack das Video “Sometimes The Brightest Light Comes From The Darkest Place” – was für ein Titel:

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Über Daniel Dreßler

Freier Musikjournalist und Radiomoderator aus München. Befürworter der alternativen im Allgemeinen und der elektronischen Klangkunst im Besonderen. Der Strom macht die Musik!

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