Nach 20 Jahren „In Utero“

Kurt Cobains Vermächtnis neu aufgelegt

Heute erscheint die „20th Anniversary Edition“ von Nirvanas drittem (und letztem offiziellen) Album „In Utero“ (Geffen / Universal). Insbesondere die opulent ausgestattete „Super-Deluxe-Edition“ forciert den Kult-Status der Ausnahmeband, die dem Grunge einst seinen Namen und ein Gesicht gab. Von dem Verdacht der schnöden Geldmacherei spricht sich diese huldvolle Veröffentlichung von selbst frei, denn sie bietet mehr, als sich die Fans hätten wünschen können. Und sie untermauert den Status einer der wichtigsten Bands der jüngeren Rockgeschichte, deren Output bis heute noch kein Gramm Fett angesetzt hat.

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Nirvana, In Utero, Cover (Quelle: Universal)

Nirvana, In Utero, Cover (Quelle: Universal)

Neben den behutsam und dennoch effektiv remasterten Original-Tracks beinhaltet die „Super-Deluxe-Edition“ (die MUSS es sein!) von „In Utero“ eine Fülle von Schmankerln, die nicht nur die Fans in Entzücken versetzen dürften, sondern auch von rockmusikgeschichtlicher Relevanz sind.

Da wäre zunächst „Forgotten Tune“, ein Instrumental, das bisher als verschollen galt (nomen est omen). Ferner zwei aktuelle Steve „Mr. Staubtrocken“ Albini-Mixe („Heart Shaped Box“, „All Apologies“), die es in sich haben. Des Weiteren dutzende Demos und Outtakes, darunter Dave Grohls Ur-Demo von „Marigold“. Schließlich gibt es die „Live and Loud“-Show vom 13.12.1993 im Pier 48 zu Seattle auf CD, bzw. als DVD in der „Super-Deluxe-Edition“.

In Utero Super Deluxe Edition (Quelle: Verstärker Medienmarketing)

In Utero Super-Deluxe-Edition (Quelle: Verstärker Medienmarketing)

Diese enthält zudem ein Hardcover(!)-Buch, wo neben den handgeschriebenen Lyrics Kurt Cobains vor allem das Faksimile eines Briefes des Produzenten Steve Albini ein Highlight darstellt, in dem er über vier Seiten hinweg darlegt, wie er das Unternehmen „In Utero“ begreift: Ein wunderbares Dokument, das zeigt, wie Produzenten Künstler formen und unterstützen können, so sie sich auch als einen kreativen Teil des Ganzen verstehen.

Sicher, knapp 80 Euro zahlt nicht jeder (Nirvana-) Fan mal eben aus der Portokasse. Aber die Anschaffung der „Super-Deluxe-Edition“ empfiehlt sich unbedingt, da sich erst in der Fülle an Information und musikalischer Alternative (die Remixe etc.) das Wesen Nirvanas definitiv erschließt. Viel mehr wird hiernach nicht mehr kommen können. Und, bald ist ja Weihnachten …

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