Maria Mena im Gespräch

„Fuck you, I don’t care, thank you“

Der norwegische Superstar Maria Mena hat letzte Woche sein sechstes Studioalbum „Weapon In Mind“ veröffentlicht. Mit amusio spricht sie über den Entstehungsprozess, Cyber-Mobbing, wer sie so richtig wütend macht und ihre Deutschkenntnisse. Das Interview führte Kathrin Tschorn.

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Nimmt sich selbst nicht zu ernst: Maria Mena / Foto: Kathrin Tschorn

Nimmt sich selbst nicht zu ernst: Maria Mena / Foto: Kathrin Tschorn

Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du dann gerne und warum?
Ich wäre auf jeden Fall ein Vogel, der sehr lange fliegen kann. Ich würde gerne fliegen können.

Dein neues Album heißt „Weapon In Mind“. Was bedeutet das für dich?
„Weapon In Mind“ bezieht sich direkt auf einen Track des Albums, „I Always Liked That“. In diesem Song sage ich, dass ich an mir immer gemocht habe, dass ich eine Kämpferin bin. Ich habe festgestellt, dass das, was wirklich zählt, in einem ist. Ich weiß, das ist ein Klischee, aber es gibt einen Grund dafür, warum es eines ist. Die Waffe, die ich meine, ist das Wissen, dass ich okay bin, so wie ich bin. Ich habe immer gedacht, ich müsse noch besser sein, aber jetzt weiß ich, dass ich schon immer ein guter Mensch, eine nette Seele war.

Auf deinem neuen Album thematisierst du Selbstliebe und Selbstbewusstsein. Das erste Mal hast du Songs darüber geschrieben, dass du dich selbst magst. Was hat sich in der Entstehungsphase von „Weapon In Mind“ verändert?
Dieser Prozess hat vor sehr langer Zeit begonnen. Mit 17 hatte ich Anorexie. Nach einer Weile legte ich wieder Gewicht zu; mein Körper sah also gesund aus, aber meine Seele war alles andere als gesund. Ich blickte in den Spiegel und mochte mich einfach nicht. Wenn du dich mit dir selbst nicht wohlfühlst, dann breitet sich das in dein ganzes Leben aus, in deine Beziehung, deine Freundschaften, deinen Job. Das ging über Jahre und ich wurde müde. Ich fragte mich: „Wird das mein ganzes Leben so weitergehen? Das halte ich nicht aus.“ Also entschied ich kurz vor meiner Hochzeit letztes Jahr: Genug ist genug. Ich muss etwas daran ändern, wie ich denke. Für mich geht es auf dem Album also darum, meine Denkweise zu korrigieren. Es fallen einem schnell Dinge ein, die man an sich nicht mag. Aber was magst du an dir?

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

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