Einstimmung auf Hochstimmung

Tag 1: Reeperbahn Festival

Hamburg begrüßt die Besucher des Reeperbahn Festivals, das in diesem Jahr erstmals viertägig stattfindet, mit dem, was es am besten kann: Dauerregen. Doch trotz sintflutartiger Regengüsse lassen sich die Festivalbesucher ihre gute Laune nicht nehmen und machen sich auf zu jenen Locations, die bereits heute ihre Türen geöffnet haben. Leider sind so manche dieser Venues hoffnungslos überfüllt. Wer beispielsweise dachte, er könne David Lemaitre im Imperial Theater lauschen, wenn er 15 Minuten vor Spielbeginn vor Ort ist, wird klar enttäuscht und kann froh sein, nach gut zwei Stunden zur Show von Abby eingelassen zu werden – die das zuvor verpasste Konzert jedoch genial wieder ausgleichen.

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Abby aus Berlin verwandeln die Bühne in eine wilde Party. Quelle: http://www.reeperbahnfestival.com

Abby aus Berlin verwandeln die Bühne in eine wilde Party.
Quelle: reeperbahnfestival.com

Abby
Auf der Bühne befinden sich neben vier schnieken Jungs ein Keyboard, Schlagzeug, eine Geige sowie diverse Gitarren. Das Konzert gleicht eher einer Party und die meisten Zuhörer hält es nur kurz in den gemütlichen Theatersesseln. Einzelne Stücke arten mitunter zu zehnminütigen, experimentellen Instrumental-Sessions aus. Die Songs von Abby handeln von Themen wie „der Großartigkeit von Geschwistern“ und tragen Namen wie „Calm Down“, die dann beim Publikum das komplette Gegenteil bewirken. Übrigens: Wer den Auftritt von Abby gestern verpasst hat, erhält am Freitag eine zweite Chance: Um 21.10 Uhr stehen sie auf der Bühne im Indra.

Me And My Drummer
Charlotte Brandi und Matze Pröllochs alias Me And My Drummer stecken mitten in den Arbeiten zu ihrem zweiten Album und erproben die neu enstandenen Songs heute an der ahnungslosen Zuhörerschaft. Ihre Lieder funktionieren wie immer aus dem Zusammenspiel minimalistischer Synthies, tobenden Drums und der Sirenenstimme von Brandl und verfehlen ihre Wirkung beim Publikum deshalb auch nicht. Da ist man trotz des Wartens in der Kälte schnell wieder wach und richtig toll wird’s natürlich als die ersten Klänge des Indie-Klassikers „You’re a runner“ ertönen.

Neue Songs, gewohnter Erfolg: Me And My Drummer. Quelle: www.reeperbahnfestival.com

Neue Songs, gewohnter Erfolg: Me And My Drummer.
Quelle: www.reeperbahnfestival.com

Am Ende der Nacht gibt sich selbst der Regen geschlagen und verwandelt sich in ein niedliches Nieseln. Also trotz des ungemütlichen Wetters, es ist soweit: Grölende Junggesellen-Banden, aggressive Säufer und Große Freiheit-Touristen dürfen sich an diesem Wochenende vom Kiez verabschieden, dieser verwandelt sich in den kommenden Tagen in ein unvergleichliches Festival für Musik und Kultur! Das gesamte Programm findet ihr hier: http://www.reeperbahnfestival.com/timetable

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Über Anne-Kathrin Fischer

Musikredakteurin und Konzertgängerin aus dem schönsten Hamburg. Kein Event, kein Festival, kein Regenbogen ohne mich!

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