Die schaurig-schöne Stimme von den Färöern

Eivørs deutsche Erstveröffentlichung „Room“ mit Gänsehautgarantie

Zum ersten Mal überhaupt veröffentlicht die färöische Künstlerin Eivør ihre Musik in Deutschland – und das, obwohl „Room“ bereits ihr zwölfter Longplayer ist. Mit einer faszinierend süß-schmerzhaften Stimme besingt sie die großen Themen des Lebens, der kulturelle Einfluss aus dem „hohen Norden“ stets spürbar. Die Musik der „färöischen Björk“ umfasst dabei nicht nur eine große Bandbreite an musikalischen Einflüssen, sondern auch an rohen und teilweise beängstigenden Emotionen.

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Zum ersten Mal veröffentlicht Eivør ein Album in Deutschland: "Room" / Foto: Cargo Records

Zum ersten Mal veröffentlicht Eivør ein Album in Deutschland: “Room” / Foto: Cargo Records

Eivør (gesprochen: Eivör) Pálsdóttir ist gebürtige Färöerin – ja genau, sie stammt von diesen Inseln, gegen die wir immer im Fußball gewinnen. Mit 16 wurde sie zur Berufsmusikerin und veröffentlichte 2000 ihr erstes Soloalbum „Eivør Pálsdóttir“. Neben ihrer starken Liebe zur färöischen Kultur dienen ihr auch andere nordische Länder als Inspirationsquelle. So verbrachte sie einige Zeit auf Island und wurde dort 2003 trotz ihrer Herkunft mit dem Titel „Isländische Sängerin des Jahres“ geehrt. Seitdem betrachten die Isländer sie als eine der ihren. Viele ihrer Songs sind auf Färöisch oder Isländisch; in letzter Zeit tendiert Eivør allerdings vermehrt dazu, auf Englisch zu singen – wie auch auf ihrem aktuellen Album „Room“.

Nicht nur in verschiedenen Ländern fühlt sich Eivør zu Hause, auch bei ihren Arrangements wechselt sie spielerisch zwischen verschiedenen Möglichkeiten ihres musikalischen Schaffens, deshalb ist es schwierig, ihren Musikstil in Worte zu fassen. Ihr Spektrum reicht von Jazz über Folk, Ethnopop bis hin zu Trip-Hop, aber auch Klassik und Kirchenmusik. Obwohl sie als „färöische Björk“ bekannt ist, bezieht sich dieser Spitzname eher auf die geografische und kulturelle Nähe zu Island und das künstlerisch hohe Niveau. Björks Musikstil streift Eivør nur am Rande; vielleicht entstammen Ähnlichkeiten auch einfach musikalisch-kulturellen Überschneidungen.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

2 Antworten auf Eivørs deutsche Erstveröffentlichung „Room“ mit Gänsehautgarantie

  1. Kathrin Tschorn sagt:

    Ich mag Kari Bremnes auch auf Norwegisch :)
    Die aktuelle Single von Eivør wäre auch nicht mein Favorit auf “Room”; es gibt dort interessantere Lieder und jedes ist stilistisch anders.
    Diese Skandinavier schaffen es doch immer wieder, Träume zu bauen. Muss an den Landschaften da liegen…

  2. Mick Baltes sagt:

    Schöne Stimme und tolles Video (Bergman lässt grüßen). Den Beat finde ich etwas zu popig und aufdringlich, da wäre weniger mehr gewesen.
    Hach, wie würde ich mich doch über ein weiteres englisches Album von Kari Bremnes freuen.

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