DSDS Halbfinale: Jury jubelt über Annemaries Rauswurf

In der achten Mottoshow der Casting-Sendung Deutschland Sucht Den Superstar am Samstag Abend musste in einer emotionalen Folge die polarisierende Kandidatin Annemarie Eilfeld gehen. Damit sind die Kandidaten Sarah Kreuz und Daniel Schuhmacher im Finale.
Wie gewohnt hatte die Bild-Zeitung Annemarie – das Blondchen, das Casting-Deutschland spaltete – mit Leibeskräften

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unterstützt. Doch selbst die Hilfe der großen Boulevardzeitung mit vier Buchstaben hatte nichts genützt. Und gerade an ihrem 19. Geburtstag musste das “blonde Gift” Dieter Bohlens Superstar-Show verlassen.

(c) RTL/ Stefan Gregorowius

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Diesmal musste jeder der drei Kandidaten drei Nummern vortragen: zu hören waren am Samstag drei Nummer-Eins-Hits, drei Balladen und drei UpTempo-Songs. Laaaangweilig. Warum lassen sich die Macher von DSDS nicht mal etwas Spektakuläres für eine so wichtige Show einfallen?

Die stimmstarke Sarah Kreuz spielte wieder einmal die “Schnulz”-Karte aus: besonders der Bohlen-Kitsch-Song “Für Dich” (im Original von Yvonne Catterfeld) schien Dieter zu erfreuen. Anschließend hieß es erneut mit Emotionen klotzen statt kleckern: Whitney Houston’s “One Moment In Time” wurde schmalztriefend geschmettert – da kann man schon mal ein Auge zudrücken, dass Sarah Kreuz wie bei allen englischsprachigenen Songs den Text komplett vermasselt.  Der dritte Song allerdings, Anastacia’s Debütsingle “I’m Outta Love” passte so gar nicht zur kleinen Sarah. Da brachte es auch nichts, dass sie versuchte, stimmlich an Anastacia heranzukommen. Übrigens: wann lernt Sarah eigentlich, sich zu den schnelleren Songs auch richtig zu bewegen?

Daniel Schuhmacher, der heimliche Sieger dieser DSDS-Staffel, zog mal wieder alle Register: In Ben E. Kings “Stand By Me” passte seine Stimme einfach rein, während Oleta Adams “Get Here” hatte man das Gefühl, alle Boygroups dieser Welt würden zwischen barocken Kerzenständern auftreten. Inklusive einiger schiefen Töne. Amy Winehouses Rehab allerdings versemmelte er vollkommen. Langweiliger, monotoner und unspektakulärer hätte man diesen Song – sonst umwerfend, geht ins Blut geht und aninmiert zum Tanzen – nicht performen können. Zudem ging Daniels Stimme, sonst eher angenehm anzuhören, eher in die Richtung eines heiseren Vietnam-Veteranen.

(c) RTL/ Stefan Gregorowius

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Nun zum blonden Mittelpunkt der Show: Annemarie Eilfeld. Das erste Lied, “My Life Would Such Without You”, war zwar gut gesungen und stimmlich wirklich sehr (!) nah an Kelly Clarkson dran, doch deren gewaltige Stimmkraft während der ein wenig lauten Passagen fehlte komplett. In der zweiten Runde war Christina Aguileras “The Voice Within” ein kompletter Griff ins Klo. Kein Stimmvolumen, schiefe Töne und langweilige sowie langatmige Darbietung (ganz ehrlich, wie ungeschickt kann man Töne in die Länge ziehen??). Der UpTempo-Song sollte “Maneater” von Nelly Furtado sein. Performancemäßig die Schlangennummer von Britney Spears abgeguckt, schön und gut. Doch die Hoffnung, Sex würde sellen, löste sich spätestens dann in Luft auf, als für Annemarie das Tanzen mit der Python nur noch zum Unbeholfenen Rumgewackel wurde und alles andere als sexy rüberkam.
Und was bitte soll die Songwahl? Ein Lied, dessen einzige Melodie im Refrain auftaucht und sonst halbherziger Sprechgesang-Abklatsch sein soll, eignet sich doch nicht für ein DSDS-Halbfinale! Nur bei Nelly Furtado klingt der Song gut (und das auch nur in er Studioversion. Live wirds schlimm…), und damit basta! Aber naja, vielleicht kann man Annemaries dumpfe Leistung damit entschuldigen, dass so eine schwere Schlange doch ziemlich auf den Brustkorb drückt.

Als Annemarie nach viel Kritik an diesem Abend durch das Publikumsvoting hinausbefördert wurde, konnte sich auch die Jury vor Freude nicht mehr halten: wie Kleinkinder hüpften Dieter und die beiden anderen unwichtigen Jurymitglieder auf der Stelle. Jeder, der zufällig in dem Moment reingezappt hat, dachte sich wahrscheinlich: “Höh? Ja is denn schon wieder Fußball WM?”

Geschmacklos? So unsympathisch Annemarie manchmal auch rüberkommt – in diesem Augenblick hatte ich wirklich Mitleid mit Blondie… naja, sie ist ja jetzt selbst froh, “endlich” draußen zu sein.

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