Mia* – Bittersüss

Das ist ganz schön kompliziert, diese ganzen MIAs auseinanderzuhalten. Da gibt es einmal M.I.A., die irgendwas zwischen Grime und RnB macht, dann gibt es MIA, die Deutschpop-Schrapnelle, die für einen soften Nationalismus wirbt und dann ist dann noch Mia* aus Köln, die einen Platz in meinem Plattenregal hat.

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Quelle: Substatic

Quelle: Substatic

Das Bittersüss Album hab ich mir vor gefühlten Ewigkeiten gekauft. Erschienen ist es auf dem hauseigenen Label Substatic im schönen Jahre 2007. Vermutlich hat mich irgendein pubertärer Trieb damals geritten das erotisch aufgeladene Ding mit nach Hause zu nehmen, bereut habe ich es jedenfalls nicht. Das Album bewegt sich irgendwo zwischen Electro und House und glänzt durch einen atypischen Einfallsreichtum, der die Scheibe zu einem Klassiker macht.

Da wären mehr beatlastige Stücke wie Chateau Mandourelle, genauso wie das äußerst coole Swoon, das Vogelgezwitscher (“a little bird told me …”) mit einem quäkenden Froschsynthesizer kreuzt und kleine Glasperlen und schöne Pads ins Downtempo-Gestampfe wirft. Dass man die Platte nicht einfach in eine Schublade stecken kann, sondern dass viele verschiedene Gebiete angetastet werden, man seinen großen Zeh also auch mal in angrenzende Genres taucht, kommt gut und ist ein klarer Vorteil gegenüber den üblichen allglatten Releases, die man oft in der Hand hat.

MIA – Swoon ist 2007 auf Substatic Records erschienen

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Über Fabian Vallon

Seit 4 Jahren in Frankfurt wohnhaft, über den Punk zu Techno gekommen, immer ziellos in der Stadt unterwegs, produziert selbst unter dem alias quantities, Teil des Untergrunds, mag Slavoj Zizek und sammelt alte Spex-Ausgaben.

Eine Antwort auf Mia* – Bittersüss

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