“People, Hell & Angels” – Jimi Hendrix legt posthum ein neues Album vor

Würde Jimi Hendrix noch leben, wäre er heute siebzig Jahre alt. Jimi Hendrix 70? Wer sich das vorstellen kann, kann sich wohl auch Papst Benedikt in Jeans, Ed-Hardy-Shirt und Zigarette in der Hand vorstellen. Mir zumindest fehlt dafür die Fantasie.

Denn auf eine Zeit im Ruhestand war der Lebenswandel des unstreitbar größten Rockgitarristen aller Zeiten nicht ausgerichtet. Dafür war er zu extrem. Zu wild, zu schnell; vor allem aber zu zugedröhnt. Mit Janis Joplin und Jim Morrison „gründete“ Hendrix den Club der 27er. In diesen Klub tritt ein, wer mit 27 Jahren das Zeitliche segnet.

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Bild Hendrix

Jimi Hendrix. Foto: Pawel Ciesla

Vor seinem frühen Ableben machte sich Hendrix unsterblich. Er spielte die E-Gitarre wie niemand vor und niemand nach ihm. Ob er die Saiten mit der Zunge spielte, mit dem Ellbogen oder ob er sein Instrument anzündete: immer klang es neu, anders und magisch.

Seine Beherrschung der E-Gitarre war beispiellos. Er verschob die Maßstäbe des Spiels, er ist bis heute die Referenz. Slash, als Ex-Guns’n’Roses-Gitarrist mittlerweile selbst eine lebende Legende, setzte Anfang der Siebziger Jahre aus nur einem einzigen Grund einen Fuß in einen Gitarrenladen: er wollte spielen wie Hendrix.

Am 5.März erscheint nun ein neues Album des Virtuosen aus Seattle, dessen Auftritt in Woodstock 1969 wesentlich zur Mythenbildung beitrug. „People, Hell & Angels“ heißt der neue Tonträger, der in den Jahren von 1968 bis 1970 entstand und ursprünglich als Nachfolgealbum des Maßstäbe setzenden „Electric Ladyland“ geplant war. Bei npr.com kann man die Songs bereits jetzt streamen.

Der Großteil des Materials entstand in den Record Plant Studios in New York mit dem Lineup, das bereits kurz zuvor die „Band of Gypsies“ betitelte Live-LP aufgenommen hatte.

Vom neuen Album kann man einiges erwarten: eine Mischung aus bester Hendrix-Distortion, psychedelischem Bluesrock, durchaus aber auch Hendrix-untypische Elemente wie Blechbläser, ein Keyboard sowie eine zweite Gitarre. Denn Hendrix war darauf bedacht, die Bandbreite seines musikalischen Repertoires ständig zu erweitern. Davon zeugt die Einführung der neuen Instrumente im vorliegenden Werk.

Jimi Hendrix: „People, Hell & Angels“:

1. Earth Blues
2. Somewhere
3. Hear My Train A-Coming
4. Bleeding Heart
5. Let Me Move You
6. Izabella
7. Easy Blues
8. Crash Landing
9. Inside Out
10. Hey Gypsy Boy
11. Mojo Man
12. Villanova Junction Blues

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