VISA VIE – hatte sie alle!

Sie moderiert, interviewt, rappt, schreibt, schauspielert. Bei Visa Vie ist es wohl sinnvoller danach zu fragen, was sie NICHT kann! Denn die junge Berlinerin (24) ist so vielschichtig unterwegs, dass man sich fragt: hat ihr Tag auch nur 24 Stunden?!

Für 16bars.tv quatscht sie mit allem, was die deutsche HipHop-Szene zu bieten hat: ist mit Savas unterwegs in New York City, kocht mit Celo&Abdi, spielt Therapie mit den Orsons, unternimmt Kutschfahrten mit Cro durch Berlin.

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Falls es tatsächlich einen deutschen Rap-Künstler geben sollte,  den Visa noch nicht interviewt, dessen Arbeit sie noch nicht dokumentiert hat oder der noch nicht an ihren berühmten Rap-Quiz-Runden teilgenommen hat-muss dieser jemand ein urbaner Rap-Mythos sein. Visa Vie hatte sie alle – vor dem Mikro.

Wenn Visa Vie nicht gerade für 16bars.de Rapper mit Fragen jagt, steht sie im Berliner KissFm Studio. Bei “Eine Stunde mit…” spricht sie wöchentlich mit aktuellen Künstlern aus dem Musik, Film und Entertainmentbereich. Seit Dezember 2012 moderiert Visa auf dem Online-Channel zqnce ihre eigene Sendung “VIEJETZT?!.”, bei der sie regelmäßig Gäste aus dem deutschen Rap-Genre in ‘ihr Wohnzimmer’ einlädt. Diesen März geht ‘VIEJETZT?!.’ mit einer neuen Episode in die nächste Runde.

VISA VIE

Multitalent VISA VIE (Quelle: b-girlz-berlin.com)

Auch wenn Visa Vie aktuell den Part hinter dem Mikrofon übernimmt, kann sie selbst auch schon auf eine beachtliche Bühnenkarriere zurückschauen. Selbst auf der Bühne stand Visa Vie das erste mal mit 10 Jahren, als sie bei einem Stück des Maxim Gorki Theaters mitwirkte. Im Alter von 12 Jahren folgte dann die erste Hauptrolle in einem Fernsehfilm sowie im weiteren Verlauf Werbespots, Kinofilme und mehrere Kurzfilmauftritte. Bis zu ihrem 20 Lebensjahr hatte Visa Vie als Haupt- oder Nebendarstellerin in über 20 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Ach ja – und nebenbei hat die Berlinerin ihr Abitur gemacht und sich dann und wann auch als Jungautorin versucht, womit sie bei Literaturwettbewerben vordere Plätze erreichte.

Ihren Spaß an Sprache, Wort und Text wollte Visa dann irgendwann im Rap kanalisieren. Bereits mit zwölf verfasste sie erste Rap-Texte, traute sich aber nie selbst zu rappen. 2006 wagte sie es dann doch ihre Zeilen zu vertonen, und bekam damit die Chance auf über 40 Veranstaltungen aufzutreten. Im September 2008 nahm sie am Rapcontest der Graffitibox Summer Jam teil und rappte sich vor ihren 50 männlichen Mitstreitern auf den ersten Platz. Nach diesem Erfolg begann Visa mit der Arbeit an ihrem Debutalbum “Die Neun Todsünden”, das am 12. Juni 2009 auf dem Label Flavamatic erschienen ist. Dieses Release war ein weiterer Meilenstein und ordentlicher Schub für Visas Karriere, und brachte sie mit Auftritten bis nach Stockholm sowie vor über 5000 Leute in die Berliner Max Schmeling Halle.

Doch wie kam das kleine blonde Mädchen aus Berlin eigentlich zum Rap? Mit ungefähr zwölf Jahren hatte sie angefangen HipHop zu hören. Damals noch überwiegend Ami-Rap. Dann kam Kool Savas und um Visa Vie war es geschehen. Im Interview mit BERLINMUSIC.TV sagte die rappende Moderatorin: “Ich habe so mit 13,14 in der Schule gesessen, meinen Walkman immer wieder zurückgespult, mir jede einzelne Zeile von Savas abgeschrieben und die dann nachgerappt.”

Zusammen mit ihrer damaligen besten Freundin habe Visa ständig vor dem Rekorder gesessen und Savas-Texte aufgenommen. Oldschool! Laut Visa kam irgendwann der Tag, an dem sie zufällig für ihren Schwager etwas aufnehmen sollte. Eigentlich sollte sie nur was einsprechen, dann waren aber noch vier leere Zeilen frei. “Und er hat dann zu mir gesagt:’Komm, rap mal!’”. Und Visa rappte. Und das habe sie so erfüllt, ihr so gut getan, dass sie es seit dem Tag kontinuierlich weiter durchzog. Wie es üblicherweise so ist, bringt ein gewisser Erfolg auch Neider und Hater mit sich. Gegenüber BERLINMUSIC.TV demonstrierte Visa: “Trotz mancher Tiefschläge – ich mache mein Ding, werde immer weiter HipHop hören, HipHop machen, HipHop feiern, HipHop unterstützen.”

So wie Visa Vie in den letzten Jahren durchgestartet ist, kann es nicht mehr lange wie auf ihren Tracks heißen: “Visa Vie, Visa Wer, Visa Was, Visa Wo?”. Sondern ganz simple: Visa weiß eben Vie!

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Über Julia Ramonat

Aufgewachsen in Hamburg, ein paar Monate in London gelebt, und zum Publizistik Studium nach Mainz gezogen. Kurze Ausflüge in die Welt des Lokaljournalismus, des Fotoredakteurs und der Öffentlichkeitsarbeit. Sonst so? Chronisches Musikhören, Dauerbesucher auf Konzerten aller Art und ein großes Herz für Deutsch-Rap.

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