Review: Gravity mit Sandra Bullock und George Clooney

Der ulitmative Weltraumschlager

Im Weltall hört dich niemand schreien – So warb 1979 Ridley Scott für seinen Spaceshiphorror Alien. Unter Filmkritikern steht der Streifen immer noch hoch in der Gunst, bietet er doch ein Monster von H.R. Giger, eine toughe Sigourny Weaver und einen Score von Jerry Goldsmith. Alfonso Curacóns Gravity bewegt sich dramaturgisch in ähnlichen Fahrwassern und erzeugt darüber hinaus eine ungeheure physische Wucht, unter Anderem, weil die cinematographischen Möglichkeiten des Jahres 2013 voll ausschöpft werden.

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Quelle: Warner Bros. Pictures

Quelle: Warner Bros. Pictures

Gravity ist endlich ein Film, in dem die dritte Dimension über ihren Selbstzweck hinausgeht und erwartungsgemäß zum Tragen kommt. Die Hochgeschwindigkeitsbewegungen der Protagonisten von Raumstation zu Satelliten oder Raumkapseln wirken atemberaubend plastisch. Das Gewicht der Maschinen und das Gewicht des Risikos sind permanent erfahrbar. Durch geschickte Bildmontage und zirkulierende Soundeffekte im Surround wird der Zuschauer wurmlochartig ins (cinematographische) All gezogen. Wer bis jetzt nicht dort war, wird nach Gravity glauben, er sei kurzzeitig Austronaut gewesen.

Sandra Bullock liefert als Ryan Stone eine Performance ab, die an ihre Karrierestartrolle in Speed (1994) erinnert: Permanent am Limit, unter Übermenschadrenalin und auf Messers Schneide. Mit dem Cast hat Alfons Curacón sowieso nichts falsch gemacht, wenngleich George Clooney seinen Matt Kowalski als eine Art Daniel Ocean in Space gibt. Es versteht sich allerdings von selbst, dass der Film fernab von Dialogen funktionieren muss. Dramaturgisch werden also die typischen Szenarien abgearbeitet, in denen Zeit zum Luft holen bleibt, bevor sie einem wieder genommen wird. Das ganze passiert dann allerdings so homogen, dass man tatsächlich einmal mehr “the same thing – but different” bekommt, ohne dass es deswegen redundant würde. Dieser Weltraumfilm fühlt sich an wie ein Film, der schon immer dagewesen sein muss.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.

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