Horror und Konfusion: A Made Up Sound – After Hours

A Made Up Sound enttäuscht selten. Dave Huisman aus Berlin kann auf einen ganzen Katalog interessanter Releases zurückblicken. Jetzt ist kürzlich die neue EP After Hours auf Huismans eigenem Label erschienen.

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Quelle: A Made Up Sound

Quelle: A Made Up Sound

Der titelgebende Track stürzt uns in ein düsteres Szenario, die tröpfelnden Beats bauen eine hungrige Schrittfolge zusammen, die einen auf unangenehme Art verfolgt. Es kommt näher. Hauchender Atem, in metallischem Hall langgezogen. Man kann eine Konversation ausmachen, irgendwo im Hintergrund zwischen einem Pärchen: “what did you do?” – “i didn’t do anything, just sleep”. Ein bad trip, untanzbar, reine Konfusion. Der Track ist, wenn man dem press release kit trauen darf, als ein alternativer Soundtrack für Martin Scorseses gleichnamigen Film gedacht, der eine Art schwarze Komödie über die Mißgeschicke des Programmierers Paul Hacket inszeniert. Ich frage mich jetzt natürlich, ob die Samples aus dem Film stammen.

Die B-Seite nicht besser, unregelmäßige Punches, begibt sich fast auf eine dark breakcore-Schiene, ein diffuses Unwohlsein erfüllt mich. Das ganze Release arbeitet mit einem äußerst beunruhigenden Setting. Der Stoß in Richtung Filmmusik könnte dabei ausschlaggebend sein, auch die B-Seite entstammt anscheinend einer Horror-Imagination und hätte Platz in einem psycho horror Streifen. Am besten Nachts hören.

A Made Up Sound – After Hours ist am 3. Oktober auf A Made Up Sound erschienen.

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Über Fabian Vallon

Seit 4 Jahren in Frankfurt wohnhaft, über den Punk zu Techno gekommen, immer ziellos in der Stadt unterwegs, produziert selbst unter dem alias quantities, Teil des Untergrunds, mag Slavoj Zizek und sammelt alte Spex-Ausgaben.

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