Nimm mein Mixtape, Babe

Kele mixt Bloc Party Tapes

Bloc Party gibt es ja nicht mehr. Oder doch? Noch vor kurzem hatte die Band eine längere Pause angekündigt, von Auflösung war die Rede. Nun veröffentlicht Frontmann Kele Okereke einen beeindruckenden Mix im Namen der Gruppe und dementiert die Trennungsgerüchte.

Administriere bereits ab €0,- Deine Musikschule!

 (Label: K7 Records)

‘Bloc Party Tapes’ mixed by Kele erscheint am 14. Oktober.
(Label: K7 Records)

Nach dem etwas gitarren-lastigeren Album ‘Four’ im letzten Jahr und der anschließenden Welttournee, erklärte Bloc Party-Gitarrist, Russell Lissack, noch im Juni dieses Jahres, eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen zu wollen. Fans befürchteten bereits die Trennung der Gruppe.

Alles Quatsch, meint Leadgitarrist Kele Okereke jetzt gegenüber der Musikzeitschrift Musikexpress. Stattdessen erscheint seine neue Remix-Platte am 14. Oktober, die nicht nur Fans der UK-Band begeistern wird, sondern Musikliebhaber im Allgemeinen.

Eine gewisse Affinität zu elektronischen Klängen war bei Bloc Party immer schon zu erkennen. Das hatte sich bereits beim zweiten Album ‘A Weekend in the City’ angedeutet und wurde noch offensichtlicher auf der Nachfolger-Platte ‘Intimacy’. Auch Keles Solo-Album, ‘The Boxer’, überzeugte 2010 mit Alternative-Dance- und elektronischen House-Sounds.

Für die Mixtape-Serie des Labels K7, eine Mix-Reihe der Plattenfirma, in der ausgewählte Künstler die Möglichkeit erhalten, ihren eigenen Soundtrack zusammenzustellen, hat der 31-Jährige Musiker nun ein 15-Track Dancefloor-Set gemixt.

Bei seiner Auswahl auf der neuen Platte hat Okereke Künstler ausgewählt, die die Band beeinflusst haben. Musiker, wie die Junior Boys, Rapper Wiley oder die Kanadier von Do Make Say Think, sind auf dem Tape zu finden.

Die Idee orientiert sich an dem guten, alten Kassetten-Mixtape und nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch die Lieblingsmusik der bristischen Indie-Band. Die Auswahl reicht von dunklem Post-Rock und jazzigen Sequenzen, über Afro-Beats und ungezwungener Dancefloor-Musik mit House-Sounds, Garage und Electro, bis hin zu atmosphärischen Ambient-Klängen.

Und auch Kele selbst hat es sich nicht nehmen lassen einen Remix beizusteuern. Der düstere Titel ‘Obscene’ von der ‘The Next Wave Sessions’-EP, kommt in einem neuen, coolen 90er Jahre-House Sound, mit treibendem Beat, 8-Bit und Stimmenverzerrer, daher:

Die Fans dürfen also beruhigt sein. Eine längere Pause haben die Jungs ja bereits zwischen ihrem dritten und vierten Studioalbum eingelegt.
Es ist das vierte Tape der Reihe – vor Kele hatten bereits The Rapture, The Big Pink und die Foals ihren Mix bei K7 veröffentlicht. In das Mixtape reinhören könnt ihr hier.

Tracklist:
1. Zia / Manifesto Meditations – Intro
2. Do Make Say Think – I Love You (La La La)
3. Tweak / Tony Allen – Leroy
4. Wiley – Numbers In Action (Sticky Remix)
5. Wookie feat. Lain – Battle
6. French Fries – Space Alarm
7. Bloc Party – Obscene (Kele Okereke Remix)
8. Double 99 – RIP Groove
9. Fela Aniulapo Kuti & Afrika 70 – Shuffering & Shmiling
10. Torske – Jeg Vil Være Søppelmann
11. Larry Heard presents Mr. White – The Sun Can’t Compare (Long Version)
12. Cajmere – Percolator (Jamie Jones Vault Mix)
13. Junior Boys – Like A Child (Carl Craig Remix)
14. Vaghe Stelle – The Platform (Samoyed Remix)
15. Jacques Greene – The Look (Koreless Remix)

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Emilia Gallas

Musikliebhaberin, Literaturwissenschaftlerin, freiberufliche Journalistin und Musikredakteurin aus Bremen. Elektronische Sounds sind ihr willkommen, alle anderen aber auch.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>