Unter der Gürtellinie

Jackass-Chef Johnny Knoxville in “Bad Grandpa”

Jackass-Star Johnny Knoxville strapaziert in “Bad Grandpa” als Rüpelrentner Irvin Zisman die Nerven unwissender Passanten. Gemeinsam mit seinem Enkel Billy begibt sich der 86-Jährige auf einen derben Chaos-Roadtrip durch die bis dahin noch unberührte und heile, amerikanische Kleinstadt-Idylle. Versoffen, respektlos, abartig und pervers bahnt sich das Duo seinen Weg – ob Strip-Lokal, Schönheitswettbewerb, Hochzeit, Beerdigung, nichts und niemand ist den Beiden heilig.

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"Jackass: Bad Grandpa" Johnny Knoxville

“Bad Grandpa” Irvin Zisman auf Sauf-Tour mit seinem Enkel Billy.
(Quelle: Paramount Pictures Germany)

Lebensgefährliche Stunts, widerliche Mutproben und noch schwachsinnigere Streiche, ein Feuerwerk der schmerzhaften Geschmacklosigkeit ist Alltag für Jackass-Häuptling Johnny Knoxville. Bereits der erste Leinwandstreifen mit seinen absolut schmerzfreien Kumpels Bam Margera, Steve-O, Preston Lacy, J Jason “Wee Man” Acuña, Dave England, Ehren MecGhehey und dem 2011 tödlich verunglückten Ryan Dunn spielte weltweit 80 Millionen Dollar ein. Es folgten weitere Jackass-Filme.

Nach Dunns Tod wurde es ruhig um die Gruppe, doch jetzt kehrt Johnny Knoxville zurück auf die Kinoleinwand. Der Schauspieler widmet seinem Alter Ego Irvin Zisman einen kompletten Film, benimmt sich in “Bad Grandpa”, wie nicht anders zu erwarten, grob daneben und schockiert den orthonormalen US-Bürger.

Ohne Sinn für Anstand und Moral schlittert der 86-jährige Rentner Irvin Zisman (Johnny Knoxville) gemeinsam mit seinem achtjährigen Enkel Billy (Jackson Nicholl) von einer skurrilen Situation und ungewöhnlichen Begegnung in die nächste. Ganz in Sacha Baron Cohen-Manier ignorieren der rüstige Opa und sein Enkel gekonnt jegliche Geschmacksgrenze und legen unvorbereitete Passanten rein – Borat, Ali G und Brüno wegen gegen Irvin Zisman gar vollkommen handzahm.

Da Billys Mutter im Gefängnis sitzt, muss Irvin den Jungen quer durch die USA zu seinem Vater bringen. Zeit genug um ahnungslose Menschen an den Randen des Wahnsinns zu treiben und eine Schneise der Verwüstung hinter sich herzuziehen. Zu den üblen Scherzen des Grandpas gehören, dass er unter anderem eine Hochzeitsfeier crasht, einen Laden ausraubt, als Fremder auf einer Beerdigung eine Rede über den Verstorbenen hält oder seinen Enkel während eines Schönheitswettbewerbs eine nicht ganz jugendfreie Poldance-Nummer vorführen lässt.

“Bad Grandpa” ist eine Mischung aus Dokumentation (mit unverstellten Reaktionen von echten Passanten des wahren Lebens, wie immer wieder betont wird) und Komödie inklusive wahnwitziger Stunteinlagen. Jeff Tremaine, der bereits als Regisseur und Produzent der Jackass-Projekte in Erscheinung trat, übernimmt auch hier die Regie.

“Jackass: Bad Grandpa” kommt am 24. Oktober 2013 in die deutschen Kinos.

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.

Eine Antwort auf Jackass-Chef Johnny Knoxville in “Bad Grandpa”

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