Straighter Bluesrock

Spin Doctors wirbeln im Mainzer KUZ

Im Video zu ihrem größten Hit „Two Princes“ von 1993 hüpfte Spin Doctors-Sänger Chris Barron noch mit langen Haaren, Rauschebart und Zipfelmütze herum, beim Konzert im Rahmen ihrer Deutschlandtour gab er sich im KUZ Mainz mit Hemd, Jeans und roter Krawatte deutlich abgeklärter. Das passte auch besser zum grundsoliden Bluesrock, mit dem die vier New Yorker am 15. Oktober das Publikum in der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt begeisterten. Die Hits wie eben „Two Princes“, „Little Miss Can´t Be Wrong“ und „Pocket Full Of Kryptonite“ durften natürlich nicht fehlen, wurden aber deutlich rockiger präsentiert als man sie von den 90er-Alben kennt.

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Bluesrock mit den Spin Doctors in Mainz Foto: Heinz Porten

Die Spin Doctors in Mainz
Foto: Heinz Porten

Neben den alten Hits spielten die Spin Doctors viele Stücke ihres in diesem Jahr erschienene neuen Albums „If The River Was Whiskey“, bei dem Blues und Rock im Mittelpunkt stehen. Insbesondere bei „Two Princes“ und „Pocket Full Of Kryptonite“ demonstrierten sie an diesem Abend ihre unbändige Spielfreude. Sänger Barron ließ das Mainzer Publikum die Refrains mitsingen und stachelte seine Bandkollegen an, weiter Gas zu geben, was diese sich nicht zweimal sagen ließen.

Strotzen vor Speilfreude: Spin Doctors Foto: Heinz Porten

Strotzen vor Speilfreude: Spin Doctors
Foto: Heinz Porten

Über das ganze, mit Zugaben gut zwei Stunden dauernde Set zimmerten Aaron Comess an den Drums und Bassist Mark White ein straigthes Rhytmugerüst. Darüber setzte Gitarrist Eric Schenkmann betonte rockige Riffs und griffige Soli, ohne dabei in Dauergegniedel abzudriften. Barron gab den charismatischen Frontman, punktete mit passablen Deutschkenntnissen und zeigte sich mit mehrfach durchgezogenen Kreisen mit dem gestreckten Bein erstaunlich gelenkig.

Wenn er dem Publikum vom Bandleben im Van berichtet, wird deutlich, dass die Anfang der 90er so erfolgreiche Band heute kleinere Brötchen backen muss. Unglücklich scheint darüber keiner der Musiker zu sein, der Spaß, den sie auf der Bühne und mit dem Publikum hatten, sprechen ein ganz andere Sprache.

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