Schwedische Singer-Songwriterin im Interview

Siri Svegler: „Das Lied will nicht mehr traurig sein“

Siri Svegler sorgt auch in kleinem Rahmen für Stimmung, hier auf einem Konzert in Berlin / Foto: Kristina Schippling

Siri Svegler sorgt auch in kleinem Rahmen für Stimmung, hier auf einem Konzert in Berlin / Foto: Kristina Schippling

Du kommst ursprünglich aus Schweden. Warum hast du Berlin zu deiner Wahlheimat gemacht?
Berlin hat mich als Stadt schon immer fasziniert. Ich war ein paar Mal zu Besuch und es hat mich immer wieder, mehr und mehr nach Berlin gezogen. Früher habe ich in London gewohnt, aber es wurde dort immer schwieriger runterzukommen. Berlin hat einfach einen anderen Vibe, eine andere Szene. Und eines Tages dachte ich: Ich möchte nach Berlin. Dann habe ich den Schritt gewagt und bin hergekommen.

Was hast du in nächster Zeit vor?
Ich bin schon am Planen für mein drittes Album. Das wird natürlich noch dauern, aber ich hatte gerade einen kreativen Schub und habe ganz viele neue Lieder geschrieben. Darüber hinaus plane ich mit ein paar Freunden ein gemeinsames Projekt. Für „Middle Earth“ wollen wir dann auch ein paar Konzerte spielen.

Worum geht es bei deinem Projekt „Middle Earth“?
Ein paar Freunde und ich schreiben gemeinsam Lieder. Auf die Ideen sind wir auf den Philippinen gekommen, als wir auf einem großen Friedensfestival in einem Konfliktgebiet waren. Dort haben wir unsere musikalische Chemie entdeckt. Auf den Philippinen gibt es große Probleme mit illegalen Holzfällungen. Wir haben eine Farm zur Wiederaufforstung besucht. Dieses Projekt wollten wir unterstützen. Deshalb nehmen wir jetzt eine gemeinsame Platte auf. Für jeden, der eine CD kauft, wird in seinem Namen ein Baum gepflanzt, über dessen Entwicklung er sich informieren kann.

Siri Svegler  zeigt sich persönlich und offen in ihrer Musik und im Gespräch / Foto: Kristina Schippling

Siri Svegler zeigt sich persönlich und offen in ihrer Musik und im Gespräch / Foto: Kristina Schippling

Dir liegt also die Umwelt am Herzen?
Auf jeden Fall. You are the change. Es geht darum, dass man sich informiert. Es gibt so viel zu wissen und zu lernen. „Progress, not perfection“ ist dabei mein Motto.

Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du dann gerne und warum?
Ein Vogel, denn ich möchte gerne fliegen. Ich wäre dann ein Adler, der von den Bergen segelt. Das habe ich sogar einmal geträumt, wie mir der Wind durch die Federn streift. Der Adler steht für Kraft, Macht und Freiheit.

Aber Adler sind Raubvögel.
Das stimmt. Aber sie sind wenigstens fair, haben einen natürlichen Jagdtrieb, nicht so wie wir Menschen.

Vielen Dank für das Interview.
Ich danke.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

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