Metalcore in Würzburg

Im B-Hof mit Headliner Wild Zombie Blast Guide

Es war vergangenen Freitag – nicht der 13. (das wäre unfassbar passend für diesen Abend gewesen), aber fast. Düster hallten die tiefen Gitarrentöne des Soundchecks den Gästen schon am Eingang entgegen. Das passende feucht-kühle Wetter und die fortgeschrittene Dämmerung trieben mich in die Katakomben des B-Hofs. Wild Zombie Blast Guide, Farewell to arms und Soilid hatten zum Metalcore-Abend geladen.

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Soilid (Foto: Constantin Dürner)

Soilid (Foto: Constantin Dürner)

Los ging es mit Soilid: Die Jungs fuhren als erste Band ein amtliches Instrumentalbrett auf, die Screams des Sängerkolosses kamen präzise und sauber aus den Boxen – auch wenn sauber als Beschreibung für diese kraftvoll gegrunzten Vocals hier komisch anmutet.
Die Anklänge an bekannte Hardcore-Größen waren unverkennbar, aber die Mischung, die Soilid praktizierte, war nicht unspannend: coole Rhythmuswechsel, zwei eingestreute Cover-Nummern und besonders der zweistimmige cleane Gesang bei dem ein oder anderen Refrain boten dem Zuhörer immer wieder eine neue Facette.

Farewell to arms (Foto: Constantin Dürner)

Farewell to arms (Foto: Constantin Dürner)

Farewell to arms glänzten mit einer imposanten Bühnenpräsenz und einer schweißtreibenden Show. Leider waren die Songstrukturen irgendwie breiig – nicht dass ich einen bräuchte, aber ein Refrain war beispielsweise nicht immer erkennbar – und die Breaks unsauber – auf den Punkt ist irgendwie anders. Immerhin wusste der Sänger immer, wo im Lied die Band gerade war.

Als Höhepunkt kamen dann Wild Zombie Blast Guide ein bisschen verkleidet und voll zu Zombies geschminkt auf die Bühne und legten nach kurzem Intro ordentlich los. Voll auf die zwölf! Und obwohl die Herren nicht mehr die jüngsten sind (klar, sind ja Zombies!) und offensichtlich zum Klick vom Band spielten – das merkte man bei unverzerrten Gitarrenzwischenspielen und gelegentlichen zweiten Stimmen –, blasteten sie ein gehöriges Rohr in den B-Hof-Keller. Die Double Bass pfuckte vom Feinsten, die Riffs wurden präzise auf die Äxte gezimmert.
Ich sage nur: „Salute!“

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