Gott liebt Cowboys

The BossHoss – “Flames Of Fame”

“Believe it or not: If you mess with BossHoss you mess with God.” Scheinbar haben die singenden Großstadtoutlaws aus Berlin-Mississippi mit dem Allmächtigen höchstpersönlichen einen perfekten Deal geschlossen. Anders lässt sich das wildwestliche Phänomen The BossHoss nicht erklären. Gott liebt eben Cowboys und gibt ihnen nicht nur ihren eigenen Gerstensaft und einen festen Platz in der The Voice of Germany-Jury mit auf dem Weg, sondern segnet das Gespann auch noch mit reichlich musikalischer Finesse.

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The BossHoss "Flames Of Fame" Cover Artwork

Gott liebt “Flames Of Fame”!
(Quelle: Island / Universal)

Inmitten lodernder Flammen des Ruhms aalen sich zur Zeit The BossHoss. Einen günstigeren Zeitpunkt für die Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums hätten sich die bekanntesten Cowboys der Republik wohl kaum aussuchen können. Pünktlich zum Start der aktuellen “The Voice Of Germany”-Staffel, in der sich die beiden BossHoss-Chefs Boss Burns (Alec Völkel) und Hoss Power (Sascha Vollmer) den Twin-Jury-Sessel teilen, kommt auch Longplayer Nummer sieben auf den Markt.

Quasi die beste Zeit um einen neuen Gaul aus ihrer Zucht zu satteln und mit “Flames Of Fame” einmal mehr gen Erfolg zu galoppieren.

Ganz ohne knackige Coverversionen ausgestattet, baut das neue Werk komplett auf eigenes Material, verliert jedoch nicht den gewohnten Western-Charme und Style der guten, alten Zeit. The BossHoss bereiten auf “Flames Of Fame” die vorgetrampelten Pfade ihrer Vergangenheit und liefern rotzigen Rock gepaart mit einer ordentlichen Portion Country. Alles schon gehört?

Gegen die Langeweile im Ohr verschaffen sich die Berliner Abhilfe und versehen ihre Ode an den Wilden Westen wahlweise mit livetauglichen Handclabs (‘Whatever’), lässigen Hip Hop-Grooves (‘God Loves Cowboys’), schicken Bläserparts (‘Eager Beaver’) oder funklastigen Beats (‘Do It’). Von festgefahrener Eintönigkeit und Stagnation nichts in Sicht.

Abwechslungsreich, treibend und rhythmusbetont – genau das ist “Flames Of Fame”. Kein anderer verkörpert in Deutschland eben das Image der musikalischen Gesetzlosen so wie The BossHoss. Neben wildem Galopp (‘Bullpower’) lassen The BossHoss die Zügel gerne auch mal schleifen und traben mit mäßigem Tempo (‘My Personal Song’) oder gar im Schritt (‘What If’) durch die Prärie.

“Flames Of Fame” zeigt, dass sich The BossHoss schon längst nicht mehr hinter Coverversionen à la ‘Hey Ya!’ verstecken müssen und den Gaul selbst zum Laufen bringen.

Gott hat schon recht, Cowboys muss man einfach lieben…

Tracklist:

1. Bullpower
2. Do It
3. Whatever
4. Eager Beaver
5. My Personal Song
6. What If
7. Easy To Love You
8. A Little More More More
9. Backdoor Man
10. Yes Or No
11. God Loves Cowboys

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.

Eine Antwort auf The BossHoss – “Flames Of Fame”

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