Eine epische akustische Reise

Polly Scattergood experimentiert auf „Arrows“ mit elektronischen Klängen

Das zweite Album der britischen Singer-Songwriterin Polly Scattergood ist eine akustische Reise von den höchsten Höhen zu den tiefsten Tiefen – und auf diese Reise möchte sie ihre Zuhörer mitnehmen, wie sie amusio.com exklusiv verraten hat. Ohne Berührungsängste experimentiert die 25-Jährige auf „Arrows“ mit Klängen und Elementen verschiedener Genres. So ist ein episches Werk zwischen Elektro und Orchester entstanden, das dennoch leicht und mit poetisch-beschwingten Texten daherkommt.

Administriere bereits ab €0,- Deine Tanzschule!

Polly Scattergoods musikalische Reise "Arrows" / Foto: Mute/GoodToGo

Polly Scattergoods musikalische Reise “Arrows” / Foto: Mute/GoodToGo

Polly Scattergood – das ist tatsächlich ihr Familienname und kein Pseudonym, wie oft vermutet – hat bereits im Kindesalter begonnen, Musik zu machen und während ihrer Zeit an der BRIT School for Performing Arts & Technology über 800 Songs geschrieben. Das selbstbetitelte Debütalbum der englischen Singer-Songwriterin und Produzentin von 2009 war in Deutschland nur als Import erhältlich. In Großbritannien und den USA, wo es erschienen war, sackte die heute 25-Jährige ausschließlich positive Kritiken ein und erhielt vom englischen DJ Rob Da Bank den Titel „Kate Bush des 21. Jahrhunderts“ – auch wenn ihr selbst diese Bezeichnung weniger gefällt. Mit ihrem gerade erschienenen Zweitlingswerk „Arrows“ bewegt sie sich von diesem Vergleich ohnehin ab und wendet sich vermehrt elektronischen Elementen zu.

Polly Scattergoods Absicht war es, ihr zweites Album weniger introspektiv zu gestalten, wie sie amusio.com in einem exklusiven Interview verraten hat. Und das ist ihr auch gelungen. Die zehn  elektronisch geprägten Tracks erzählen von einer epischen akustischen Reise – eine Reise, die Polly Scattergood selbst auch physisch während der Entstehung von „Arrows“ unternommen hat. So sind die Songs teilweise in ihrer Heimat England, aber auch in Frankreich und Berlin entstanden.

Eine Reise, die auch nach Berlin führte

Die unterschiedlichen Umgebungen finden auch Einfluss auf die einzelnen Songs, was „Arrows“ trotz Ambiente eines geschmeidigen Gesamtkunstwerks abwechslungsreich gestaltet. Das ruhige „Machines“, das sich allmählich zu einem orchestralen Finale aufbaut, ist in Berlin entstanden. Für Polly Scattergood war die deutsche Hauptstadt dabei sehr inspirierend: „Überall, wo man hinguckt, gibt es Kunst, was die Stadt zu einem perfekten Ort macht, um Texte zu schreiben.“ Der Song allerdings scheint die negativen Seiten der Großstadt widerzuspiegeln: die Anonymität und Kälte.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

Eine Antwort auf Polly Scattergood experimentiert auf „Arrows“ mit elektronischen Klängen

  1. Pingback: Polly Scattergood: „Was Worte angeht, bin ich wie ein Schwamm“ – amusio.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>