Eine epische akustische Reise

Polly Scattergood experimentiert auf „Arrows“ mit elektronischen Klängen

In ihren Texten ist Polly Scattergood nachdenklich und poetisch / Foto: Frank Bauer

In ihren Texten ist Polly Scattergood nachdenklich und poetisch / Foto: Frank Bauer

Polly Scattergoods Texte sind von einer Tiefgründigkeit und Poetik, die man heute nur noch selten findet. „All of these colours just keep on colliding / All of these colours they keep me just spiraling / Just after midnight you said that nobody else / Ever loved you as much as you loved yourself”, heißt es zum Beispiel im Highlight-Track „Colours Colliding”. Die junge Engländerin aus der Grafschaft Essex schreibt Texte, die in die Welt der Dichter und Denker gehört und Musik, die Hintergrund für Liebeskummer und Badewannen-Abend bietet, aber ebenso gut bei „Grey’s Anatomy“ laufen könnte – was sie auch tut: In der aktuellen zehnten Staffel der Serie, die derzeit in den USA ausgestrahlt wird, taucht das stark elektronisch geprägte „Falling“ auf.

Ungeniert und mutig

Auf „Arrows“ experimentiert Polly Scattergood reichlich ungeniert mit Klängen. Auf diese Weise ist in langen zwei Jahren eine interessante Melange aus akustischer Musik, elektronischen Elementen und orchestraler Opulenz entstanden. Sie bewegt sich zwischen den höchsten Höhen mit ausgeprägter Geräuschkulisse hin zu den tiefsten Tiefen der Seele, wo der See ruhig und dunkel schlummert.

Leadtrack und zweite Single nach „Wanderlust“ ist „Cocoon“, das am 1. November erscheint. Das von dem preisgekrönten Produktionskollektiv NYSU gedrehte Video kann man sich aber heute schon anschauen:

„Arrows” von Polly Scattergood ist seit dem 18. Oktober 2013 im Handel erhältlich. Eine Europatour befindet sich in Planung.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.

Eine Antwort auf Polly Scattergood experimentiert auf „Arrows“ mit elektronischen Klängen

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